Mach´s wie die Profis: Mit A-B Testing zu effektivem Facebook Recruiting

Auch im Jahr 2024 ist es für Unternehmen unerlässlich, innovative Wege einzuschlagen, um qualifizierte Mitarbeiter*innen zu finden. Einer davon ist Facebook Recruiting – also das Schalten von Stellenanzeigen auf der Social-Media-Plattform. Langweilig, denkste? Keinesfalls! Wir schauen uns genau an, wie das funktioniert und warum Du auf A-B Tests setzen solltest.  

Vanessa Kammler
Vanessa Kammler
Als Chef Extraction Officer liebt sie es, spannende Erkenntnisse aus Studien zu extrahieren, How-Tos zu schreiben und Dir smarte Recruiting-Tools vorzustellen.

Definition: Was ist Facebook Recruiting?

Facebook Recruiting bedeutet: Du nutzt Facebook, um neue Mitarbeiter*innen zu gewinnen. Facebook Recruiting umfasst eine Reihe von Techniken und Strategien, um potenzielle Kandidat*innen für offene Jobs zu erreichen und anzusprechen. Dafür schaltest Du Stellenanzeigen auf dem sozialen Netzwerk. Wie das genau funktioniert? Das erfährst Du in diesem Text Schritt für Schritt. Wir haben auch den ein oder anderen Profi Hack für Dich und sagen Dir, welche Tools Dir Facebook Recruiting erleichtern.

Welche Vorteile hat Facebook Recruiting?

Hast Du Stellen zu besetzen? Perfekt! Dann probier´s doch mal mit Facebook Recruiting.

Doch warum ausgerechnet Facebook? Kann sich das überhaupt noch durchsetzen gegen fancy Plattformen wie Instagram, X, TwitchTikTok und wie sie alle heißen? Wir sagen: Sicher! Es sprechen einige Gründe dafür:

  • Große Zielgruppe:
    Du kannst auf Facebook eine wahnsinnig große Zielgruppe erreichen, denn weltweit hat das Social Network 2,9 Milliarden User, in Deutschland sind hier 14 Millionen Facebook bietet Dir also eine Menge Potenzial, die richtigen Talente zu erreichen.
  • Targeting:
    Als zweites hast Du bei der Platzierung Deiner Stellenanzeige die Chance, genau diejenigen anzusprechen, die für Deine ausgeschriebene Position relevant sind. Dazu aber später mehr.
  • Interaktionsmöglichkeiten:
    Facebook bietet Dir die Möglichkeit, direkt mit interessierten Talenten zu interagieren – sei es via Messenger oder in den Kommentarspalten. Dein Vorteil hierbei: Du kannst direkt ein persönliches Verhältnis aufbauen.
  • Kosten:
    Und der letzte Pluspunkt … Facebook Recruiting ist vergleichsweise kostengünstig und einfach umzusetzen.

Wer bewegt sich auf Facebook?

Um über Facebook die richtigen Talente ansprechen zu können, musst Du wissen, wer sich hier tummelt. Werfen wir also einen Blick auf die Altersgruppen:

16 bis 19 Jahre
39%
20 bis 29 Jahre
69%
30 bis 39 Jahre
80%
40 bis 49 Jahre
68%
50 bis 59 Jahre
59%
60 Jahre und älter
55%

(Quelle: statista)

Du suchst Leute aus den Altersgruppen, die sich vornehmlich auf Facebook bewegen? Na siehste – dann ist Facebook Recruiting doch wie für Dich gemacht.

Deine eigene Facebook Werbeanzeige

HALT, STOP! An dieser Stelle müssen wir Dich fragen, ob Du schon ein Unternehmensprofil hast – das ist nämlich die Voraussetzung, um auf Facebook Stellenanzeigen zu schalten. Nein? Dann schicken wir Dich rüber zu einem Abschnitt des Artikels „How to: Facebook Recruiting“. Einfach nur klicken, Du kommst direkt an entsprechender Stelle raus.

Hast Du bereits ein Unternehmensprofil, loggst Du Dich ein und gehst in den Anzeigenmanager – dieser bietet Dir alle Möglichkeiten Werbekampagnen zu erstellen, zu verwalten, Zielgruppen auszuwählen und Dein Budget festzulegen. Wieso wir jetzt von Werbekampagne reden? Tatsächlich sind Stellenanzeigen auf Facebook nichts anderes als Werbe-Ads, die eine ausgeschriebene Stellenanzeige, die sich zum Beispiel auf Deiner Karriere-Website befindet, promoten.

Doch Achtung, uneingeschränkt kannst Du bei den Einstellungen bezüglich Deiner Zielgruppe nicht vorgehen. Du kannst nur folgende Kriterien einstellen:

  • Geografische Merkmale wie Standort (ab einem Radius von 15 bis zu maximal 80 Kilometern)
  • Veröffentlichungszeit der Ad
  • Interessen der Zielgruppe (bspw. Personalwesen, Informatik, Vertrieb etc.)

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit konnte man die zielgruppengerechte Ausspielung von Werbeanzeigen (Targeting) noch genauer justieren, allerdings waren die Einstellungen nicht mehr zeitgemäß – das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz grüßt. Nicht möglich sind beispielsweise genaue Wünsche zum Alter (es werden immer alle Personen von 18 bis 65 Jahren angesprochen) oder zum Geschlecht.

So, jetzt bist Du also im Ad Manager. Der sieht folgendermaßen aus:

Übersicht der Kampagnen

Facebook A-B Testing Dashboard

Neue Kampagne erstellen

Facebook Recruiting Neue Kampagne erstellen

Details zu Kampagne und Targeting

Facebook Recruiting Details zu Kampagne und Targeting
Facebook Recruiting Details zu Kampagne und Targeting

Auswahl der Platzierungskanäle

Facebook Recruiting Auswahl der Platzierungskanäle

Wie ist eine Facebook Stellenanzeige aufgebaut?

Für Deine Anzeige hast Du verschiedene Formate zur Auswahl:

  • Bildanzeigen: Ein klassisches Posting mit Bild, bei dem ein Text hinzugefügt werden kann. Dieses erscheint im News-Feed der User.
  • Videoanzeigen: Videos können als Werbung platziert werden. Karussellanzeigen: Mehrere aneinandergereihte Bilder oder Videos, die durchs Durchwischen betrachtet werden können.
  • Messenger-Anzeigen: Die Werbeanzeige wird im Facebook-Messanger gezeigt. Dies ermöglicht es Unternehmen in Echtzeit mit den Nutzern zu interagieren und auf Fragen einzugehen.
  • Diashow-Anzeigen: Eine Reihe von Bildern oder kurzen Videos. Sie werden automatisch abgespielt und bilden so eine Diashow.
  • Lead-Anzeigen: User hinterlassen ihre Kontaktdaten auf Facebook und erhalten daraufhin ein bestimmtes Produkt, wie beispielsweise einen Karriere-Newsletter.
  • Audience-Network-Anzeigen: Die Werbeanzeigen werden über Facebook hinaus auf anderen Plattformen verbreitet, die Teil des Audience Networks von Facebook sind.

Wo Deine Anzeigen ausgespielt werden, liegt allerdings an den Einstellungen der User. Das kann im News Feed, auf der rechten Seite des Desktops oder im Stories-Bereich sein.

Was Du beim Text Deiner Stellenanzeige auf Facebook beachten solltest:

Grundsätzlich besteht für die Texte innerhalb einer Facebook Ad keine Zeichenbegrenzung. Klar möchtest Du so viele Informationen wie möglich reinpacken – übertreiben solltest Du dabei allerdings nicht. Die Aufmerksamkeitsspanne von Talenten ist nämlich nicht die größte und von Social Media sind wir es doch alle gewohnt, in kurzer Zeit die richtigen Informationen zu bekommen. Was brauchst Du also? Die Kunst besteht darin, Text, Bild- oder Videoinhalte, Überschriften und Schaltflächen geschickt zu kombinieren.

 

Hier kommen ein paar Tipps für Dich:

  • Die Überschrift sollte kurz und knackig sein. Verwende im Idealfall nicht mehr als 5 bis 10 Wörter.
  • Beim Haupttext von Deinem Posting kommt es darauf an:
    • Lange Anzeigen: Bei beispielsweise Stellenanzeigen oder Produktvorstellungen verwendest Du am besten bis zu 250 Zeichen.
    • Kurze Anzeigen: Hier solltest Du ungefähr 90 bis 150 Zeichen verwenden. Das klappt gut für allgemeine Werbezwecke.
  • Der Call-to-Action (CTA) ist eine konkrete Handlungsaufforderung, beispielsweise „Kontaktiere uns“.

So sieht eine Anzeige von uns aus:

Facebook Recruiting Monkeys Ad

A-B Testing in Deinem Facebook Recruiting

Wie findest Du heraus, wie Deine Anzeigen ankommen und performen? Eine Glaskugel wäre zwar an dieser Stelle schön, ist allerdings leider realitätsfern. Dafür gibt es aber was anderes: A-B Testing!

Was ist A-B Testing?

A-B Tests, auch Split-Tests genannt, sind eine Methode im Bereich des Marketings und der Webentwicklung, um die Vorlieben von Nutzern auszuloten. Startest Du ein A-B Testing in Deinem Facebook Recruiting, kannst Du die Leistung von zwei oder mehr Varianten eines Elements vergleichen – also von Deiner Stellenanzeige. Der Sinn und Zweck von A-B Testings besteht darin, herauszufinden, welche Variante besser abschneidet, indem man sie einem zufällig ausgewählten Teil der Zielgruppe präsentiert und dann die Reaktionen oder Ergebnisse analysiert.  

Wie du ein A-B Testing durchführen kannst

Also. Kommen wir nochmal dorthin, wie eigentlich eine Facebook Ad aufgebaut ist. Nimmst Du jede Komponente einzeln wahr, hast du zig Möglichkeiten, die Anzeige zu ändern. Deshalb unterteilt man das A-B Testing in zwei Varianten: Single Component Testing und Module Testing. Was genau das bedeutet, erklären wir dir jetzt.

  • Single Component Testing:
    Bei dieser Methode konzentrierst Du Dich auf die einzelnen Komponenten Deiner Ad, zum Beispiel die Headline oder den Call-to-Action. Formuliere verschiedene Varianten und schaue, welche besser performt.
  • Module Testing:
    Beim Module Testing baust Du Dir eine komplett andere Anzeige zusammen. Variante A und Variante B sind komplett verschieden.

A-B Testing: Wie Du vorgehen kannst

So, genug zur Theorie, jetzt geht’s zur Praxis. Du kannst Dich hier kreativ austoben – die relevantesten Möglichkeiten stellen wir Dir hier vor:

A-B Testing mit dem Text

Der Text, die sogenannte Copy, ist der Abschnitt über dem Bild bzw. Video. Wie oben bereits erwähnt, solltest Du Dich hier mit der Länge etwas einschränken. Wundere Dich nicht, der Text wird sowieso immer abgeschnitten. Deshalb ist es wichtig, die relevanteste Info ganz nach oben zu packen. Klickt man dann auf „weiterlesen“, klappt sich der komplette Text aus. Du kannst beispielsweise Folgendes ausprobieren:

  • einen kurzen und einen langen Text
  • Verwendung von Emojis bzw. keine Emojis
  • indirekte und direkte Ansprache

A-B Testing mit dem Call-to-Action

Auch wenn es “nur” ein Button ist, ist der CTA nicht zu unterschätzen. Schließlich dient er dazu, eine konkrete Handlung bei den Usern auszulösen. Mit den Einstellungen beim Call-to-Action kannst du auch ein bisschen spielen:

  • Schriftfarbe und -größe
  • Buttonfarbe und -größe
  • unterschiedliche Platzierung in Deiner Ad
  • animierter Call-to-Action

A-B Testing mit der Grafik

Wahrscheinlich ist das Creative, also das Bild oder Video Deiner Facebook Ad, das Erste, was Nutzer*innen beim Facebook Recruiting ins Auge sticht. Probier´ das gern mal aus – nimm zwei vollkommen verschiedene Creatives und schau, was besser ankommt. Bei uns sieht so ein A-B Testing so aus:

Variante A

Variante B

Facebook Recruiting Monkeys Ad A-B Testing
Facebook Recruiting Monkeys Ad A-B Testing

So kannst Du A-B Tests bei Facebook erstellen

Jetzt wird’s richtig nerdig. Um Deine Facebook Ads selbst testen zu können, musst Du Dich bei Facebook einloggen und zum Business Manager wechseln. Es gibt drei gängige Varianten:
  • neuer Test über bestehende Anzeigen/Kampagnen
  • neuer Test mit neuer Anzeige/Kampagne
  • neuer Test über den „Experiments“-Reiter

So, falls Du Dich jetzt fragst, was davon am besten ist: Es gibt weder richtig noch falsch. Am Ende musst Du für Dich entscheiden, mit welcher Variante Du am besten klarkommst.

Tipps für Deine A-B Testings

So, Endspurt – bis hierhin haben wir es schon geschafft! Wir wären ja nicht die monkeys, hätten wir nicht noch ein paar Tipps zur Hand, wie Du Deine Tests optimieren kannst.

  1. Regelmäßige Überwachung
    Schaue am besten täglich in Deinen Business Manager, wie Deine Anzeigen performen. Sollte eine Anzeige so gar nicht laufen, weg damit. Sonst verbrätst Du nur unnötig Budget.
  2. Budget großzügig einplanen
    Nimm für Deine Testings lieber mehr Geld in die Hand. Kalkulierst Du (zu) knapp, wird Dein A-B Test kein aussagekräftiges Ergebnis liefern, weil die Anzeigen viel zu selten ausgespielt werden.
  3. Kontinuierliche Testings
    Du solltest außerdem in regelmäßigen Abständen A-B Testings fahren. Das zahlt auf die Verbesserung Deiner Performance ein, Du sicherst Dir mehr Sichtbarkeit, positionierst Dich am Markt und kannst einfacher Deine Ziele erreichen.
  4. Zielgruppe groß halten
    Je größer die Zielgruppe, desto mehr Sichtbarkeit. Du musst Dir das so vorstellen: Hast Du Zielgruppe X und machst ein A-B Testing, teilt sie sich ja automatisch in zwei Hälften. Die eine Hälfte bekommt Variante A ausgespielt, die andere Hälfte Variante B. Definierst Du allerdings im Vorfeld eine zu kleine Zielgruppe Y – die sich logischerweise auch wieder teilt – erreichst Du kaum jemanden.

Wie werden Facebook Stellenanzeigen abgerechnet?

Eigentlich ist die Bezahlung, bzw. die Abrechnung recht simpel, das funktioniert nämlich per CPC-Modell. CPC bedeutet Cost-per-Click, sprich Kosten pro Klick. Aber von vorne:

Beim CPC-Bezahlmodell definierst Du für jede Stellenanzeige im Vorfeld ein Budget (bei uns gibt es das ab 250,- €). Deine Werbung bzw. Stellenanzeige wird dann Deiner gewünschten Zielgruppe ausgespielt, ein gewisser Betrag wird allerdings erst fällig, wenn sie auch angeklickt wird. Hierbei gilt: Je höher das Budget, desto größer die Reichweite und somit auf die Anzahl an möglichen Klicks. Eigentlich logisch.

Doch wie wird’s denn jetzt abgerechnet? Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Du definierst nicht nur dein Budget, sondern auch eine feste Laufzeit. Der Algorithmus von Facebook spielt Deine Anzeige in diesem Zeitraum so häufig aus, dass das Budget innerhalb dieses Zeitrahmens verbraucht wird.
  • Oooder du planst ein festes Tagesbudget ein. Dann wird Deine Ad so oft an diesem Tag ausgespielt, bis die Kohle verbraucht ist.

Egal, für was Du Dich entscheidest: Du kannst Dein Budget effizient nutzen.

Profitiere von Tools, die Facebook Recruiting zum Kinderspiel machen

Wir geben zu Facebook Recruiting ist ein Brett und setzt Erfahrung voraus. Diese hast Du nicht, willst aber von den Vorteilen profitieren – inklusive eines A-B Testings? Dann nutze doch die Technologie von Wonderkind. Sie erledigt das alles automatisch für Dich: Sie spielt Deine Anzeigen denjenigen aus, deren Interessen sich mit Deinem Angebot decken. Deine Ads durchlaufen ein A/B-Testing. Wonderkind probiert für Dich aus, welche Anzeigen am besten performen, lernt dazu und spielt die richtigen Varianten aus. Einfacher geht’s nicht, oder?

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Bildquelle: freestocks.org | pexels.com

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