New Collar Workers: Warum Du sie Dir schnappen solltest!

New Collar Workers – wer ist denn das jetzt schon wieder? Dass manche Berufe vom Markt verschwinden und dafür andere auftauchen, ist zwar keine Neuigkeit. Aber ist Dir der Begriff „New Collar Workers“ schon mal untergekommen? Nein? Dann wird es Zeit, dass Du unseren Artikel liest. 

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New Collar Workers: Eine Definition.

Die Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Hier neue Technologien, dort neue Hardware und von der immensen Anzahl an Künstlichen Intelligenzen (KI), die zur Zeit wie Pilze aus dem Boden sprießen, mal ganz abgesehen. Der technische Fortschritt entwickelt sich nur mehr als rasant –mit ihm ändern sich auch die Anforderungen an Arbeitskräfte. Sicher kennst Du die Begriffe „Blue Collar Jobs“ und „White Collar Workers“: Das sind Arbeitnehmer*innen in manuellen Arbeitsbereichen bzw. Büroangestellte. 

Diese Einteilung reicht allerdings nicht mehr aus, um die Vielfalt der neuen Arbeitsmöglichkeiten zu erfassen. Stattdessen haben sich neue Berufe entwickelt, die eine Kombination aus analytischem Denken und technischen Fähigkeiten erfordern. Diese Arbeitskräfte werden als „New Collar Workers“ bezeichnet. Den Begriff prägte übrigens IBMs ehemalige CEO Ginni Rometty. 

Welche Fähigkeiten benötigen New Collar Workers?

Was steckt hinter dem neuen Begriff? Die Technologiebranche benötigt dringend mehr Fachkräfte – vor allem in den Bereichen Programmierung, Datenanalyse, Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Robotik und Cybersecurity. Im Zentrum der New Collar Jobs stehen demnach technische Fähigkeiten 

Arbeitgeber suchen nach Mitarbeitenden, die in der Lage sind, mit den sich ständig ändernden technologischen Entwicklungen Schritt zu halten und innovative Lösungen zu finden. Darüber hinaus sind auch Fähigkeiten wie Problemlösungskompetenz, Kreativität und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in multidisziplinären Teams von großer Bedeutung.  

Du denkst Dir jetzt sicher: „Hä? Das ist doch nix Neues!“ Doch, eigentlich schon. Der Clou an der ganzen Sache ist, dass zwar Datenbankmanager*innen, Programmierer*innen, Cloud-Computing-Techniker*innen etc. Fachwissen benötigen – allerdings kein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung. New Collar Workers können erforderliche Fähigkeiten und Soft Skills auch über Online-Weiterbildungen, Zertifizierungsprogramme oder Praktika erwerben.  

Welche Vorteile bieten New Collar Jobs?

Die Antwort wird Dich nicht überraschen: Mit weitem Vorsprung auf Platz eins ist der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Warum? Bewerben sich Talente für Deine New Collar Jobs, bringen sie auch eine Vielzahl von Fähigkeiten und Soft Skills mit. Du ziehst also Fachkräfte aus den verschiedensten wirtschaftlichen und sozialen Hintergründen an. Dies sorgt nicht nur für mehr Diversität im Unternehmen, sondern auch für mehr Innovation, Chancengleichheit und eine breitere Teilhabe an der digitalen Wirtschaft.  

Die Attraktivität der New Collar Jobs liegt vor allem darin, dass sie eine alternative Karrieremöglichkeit bieten. Wer kein Interesse an einem langwierigen Studium hat oder sich nicht mit Studienkrediten belasten möchte, dem bieten diese Positionen eine großartige Option, in einer attraktiven Position Fuß zu fassen.  

Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass ein Hochschulabschluss nutzlos ist oder Du Dich nicht mehr nach Studierten umsehen sollst! Genauso wenig sind New Collar Jobs „besser“ als traditionelle Berufe. Es geht hierbei lediglich darum, sich aktiv mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes auseinanderzusetzen und anzuerkennen, dass unterschiedliche Wege zum Erfolg führen.  

Wie kannst Du New Collar Workers für Dich gewinnen?

So, genug zur Theorie. Kommen wir zur Praxis. Erfreulicherweise geht der Trend dahin, dass immer mehr Unternehmen auf die Einstellung von New Collar Workers setzen (Quelle: Employer Branding NOW 2023 Report). Wir haben natürlich auch ein paar Tipps für Dich an der Hand, wie Du New Collar Worker in Dein Unternehmen holen kannst: 

#1 Anforderungen runterschrauben

Mach´s nicht wie die Arbeitgeber in den USA! Etwa 90 % der Tech-Unternehmen in den Vereinigten Staaten suchen noch immer nach Kandidatinnen und Kandidaten mit einem Hochschulabschluss, so die Studie „The New Collar Workforce der Harvard Business School. Das kannst Du besser! Also: Streich´ die Anforderung „abgeschlossenes Studium“ aus Deinem Kriterienkatalog – sofern sie nicht zwingend notwendig ist. Konzentriere Dich auf die wirklich wichtigen Skills, die auch in einer Ausbildung erworben werden.  

#2 Traditionelle Methoden überdenken

Zugegebenermaßen: Dieser Punkt geht etwas mit dem ersten einher. Stellenanzeigen schreiben, veröffentlichen und warten? Das war einmal. Selbstverständlich sollst (und kannst) Du nicht auf eine herkömmliche Stellenanzeige verzichten. Allerdings solltest Du Dir gut überlegen, was Du zukünftig in diese hineinschreibst.  

Wie wäre es, wenn Du Dich bei den Anforderungen ausschließlich auf die Skills konzentrierst, die zwingend für die Besetzung Deiner offenen Position notwendig sind – mit dem Zusatz, dass weitere wichtige Kompetenzen noch erlernt werden können? Das Stichwort ist hier „kompetenzbasiertes Recruiting“. Passen mehrere Talente auf mehrere Stellen? Fein! Scheint niemand so RICHTIG zu passen, aber die Stellen können etwas umgemodelt und passend gemacht werden? Noch besser!   

#3 Zielgruppe aktiv ansprechen

Ran an den Speck äh die Talente! Diese findest Du zwar analog durch Aushänge in Bildungseinrichtungen oder Ausbildungsprogrammen. Aber vor allem online: In Social Media. Und zwar auch die, die noch gar nicht wissen, dass sie ja eigentlich einen neuen Job wollen. Nämlich den bei Dir! Sei es die Generationen X und Y über LinkedIn oder Facebook, die Gen Y und Z bei Facebook und Instagram oder vorrangig nur die Generation Z bei TikTok und Instagram. Schreib´ interessante Talente direkt an, bau´ Dir eigene Social-Media-Kanäle auf, schalte Ads und interagiere mit Deiner bevorzugten Zielgruppe!  

#4 Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten

Und zu guter Letzt: Niemand sagt, dass Deine New Collar Workers von außerhalb kommen sollen! 😊 Hast Du vielleicht gar keine oder nicht so viele offene Stellen? Dann hast Du die Möglichkeit, Stellenprofile anzupassen. Vielleicht hat der/die ein oder andere ja Lust auf ein paar neue Skills? Ziehe sämtliche Register und biete Weiterbildungsmöglichkeiten an. So zeigst Du Deinen Mitarbeitenden, dass Du offen für Neuerungen bist – vielleicht wünschen sich einige ja schon länger neue Aufgaben?  

New Collar Workers: Fazit

Sie werden die Weltherrschaft übernehmen. Ende.  
Nein, Spaß. Aber die Bedeutung der New Collar Workers wird beständig zunehmen. Ist ja auch logisch: Eine hoch technologisierte Welt, in der sich Jobprofile ständig ändern oder gefühlt jeden Monat neue Berufe aufploppen. Gäbe es für jede dieser Positionen eine eigene Ausbildung oder ein zugeschnittenes Studium, säße niemand mehr in den Firmen – sondern nur in den Unis und Berufsschulen. Also mach Dir die Flexibilität zu Nutze und schaffe neue Stellen – die New Collar Workers werden es Dir danken. Versprochen.  

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Bildquelle: Foto von MART PRODUCTION bei pexels

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