Vielfältigkeit tut gut: Diversity als entscheidender Wettbewerbsfaktor

Die Arbeitswelt wird bunt. Nein, damit meinen wir nicht, dass moderne Büros inzwischen aussehen wie Urwald-Oasen, oder dass manches Unternehmen auf Treppen verzichtet und seine Mitarbeiter stattdessen von Etage zu Etage rutschen lässt. Das alles gibt’s. Wir meinen bunt aber im Sinne der Vielfalt. Diversity Management wird in vielen Unternehmen inzwischen großgeschrieben. Es birgt erhebliche Vorteile. Zum Beispiel: Mehr Man- und Womanpower, mehr Innovation, bessere Umsätze. Dafür muss es aber auch richtig umgesetzt werden.

Vanessa Kurz
Vanessa Kurz
Als B. A. Medienmanagement und M. Sc. International Marketing Management ist Vanessa Expertin in modernen Marketing-Strategien und Zielgruppenansprache.
Mann und Frau am Laptop

Diversity ökonomisch gesehen: Vielfältige Teams lassen die Kassen klingeln

Wenn heterogene Teams zusammenarbeiten, zahlt sich das aus. Und zwar so richtig. Das ging bereits im Jahr 2008 aus einer gemeinsamen Studie der Bertelsmann Stiftung und EU-Kommission hervor. Das Ergebnis lautete seinerzeit: Wird Diversity von Arbeitgebern gelebt, sprudeln die Umsätze nur so.

An dieser Einschätzung hat sich seitdem nichts geändert: Je diverser, desto erfolg­reicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine McKinsey-Studie unter dem Motto “Delivering Through Diversity”. Sie weist nach: Unternehmen, die auf Diversity setzen, sind überdurchschnittlich profitabel.

Aber warum? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: Bringt eine Organisation Mitarbeitende unterschiedlichen Geschlechts, Alters und unterschiedlicher Kulturen also an einen Tisch, birgt das erhebliche Potenziale. Nicht nur, dass sich Personallücken leichter schließen lassen, wenn künftig keine Potenzialträger mehr aus der Arbeitswelt ausgeklammert werden. Auch die Entwicklung neuer Ideen und Produkte verläuft in diversen Gruppen völlig anders ab als in sehr homogenen Gruppen, weil jeder aufgrund seines unterschiedlichen Backgrounds unterschiedliche Aspekte einbringt. Das macht Innovationen vielschichtiger.

Exkurs: Gleichheit oder Gerechtigkeit?

Ist Gleichbehandlung immer gerecht? Diverse Menschen haben auch diverse Bedürfnisse. Alle Mitarbeiter* gleichzubehandeln, fühlt sich zwar oft fair an, ist aber nicht zwingend gerecht:

Gutes Diversity Management versucht, für jeden Mitarbeiter* individuell die Umstände zu schaffen, die er oder sie braucht, um optimal arbeiten zu können. Oft bedeutet das, dass jeder Einzelne unterschiedliche Unterstützung erhält, wenn er oder sie Hürden begegnet.

Die Krönung des Diversity Management ist dabei natürlich immer (wenn möglich), Hürden komplett aufzulösen, sodass keine Unterstützung benötigt wird. Dann sind die Arbeitsumstände für alle Arbeitnehmer gleich vorteilhaft.

Diversity – unbedingt, aber nicht ohne das "Management"

“Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen, ethnischen etc. Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale.” – so definiert der Eine Welt der Vielfalt e. V. Diversity.

Rechtlich gesehen ist die Gleichbehandlung ungeachtet der oben genannten Aspekte im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorgeschrieben.

Aber: Frauen, Männer, Jüngere, Ältere, Gehandicapte und ausländische Kollegen blind zu Teams zusammenzuwürfeln, wird nicht funktionieren, ohne ihnen die richtigen Bedingungen und eine passende Unternehmenskultur zu bieten. Dabei hilft vor allem eines: Kommunizieren. Zum einen müssen Unternehmen eruieren, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich die jeweilige Mitarbeiter-Gruppe wohlfühlt. Das betrifft neben anderen Faktoren die Arbeitsweise, die Arbeitszeitregelungen, Home-Office-Angebote, das Einhalten von Pausen und die Arbeitsplatzgestaltung.

Zum anderen müssen die Kollegen die Chance bekommen, einander gut kennen- und verstehen zu lernen. Dafür eignen sich Teambuilding-Maßnahmen. So rückt man Stück für Stück näher zusammen. Also: Diversity – ja! Aber nur mit einem ganzheitlichen Konzept und mit Verstand.

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