Fachkräftemangel trotz Corona? Und ob!

Kaum ein Thema hat uns in den letzten Jahren so intensiv beschäftigt wie der Fachkräftemangel. Doch dann wurde es ruhig um ihn. Kein Wunder. Reihenweise schienen Unternehmen in den letzten Monaten eher Fachkräfte freizusetzen, als neue einzustellen. Doch dieser Eindruck trügt, wie neue Erhebungen zeigen. Das Thema Fachkräftemangel ist nicht vom Tisch. Im Gegenteil.

Vanessa Kurz
Vanessa Kurz
Als B. A. Medienmanagement und M. Sc. International Marketing Management ist Vanessa Expertin in modernen Marketing-Strategien und Zielgruppenansprache.

Corona kam und plötzlich war
alles anders auf dem Arbeitsmarkt

Bäääm! Die Coronapandemie hat in den letzten Monaten tiefe Schneisen in den Arbeitsmarkt gegraben. Der wirtschaftliche Einbruch im Frühjahr 2020 war der härteste Einschnitt, den viele von uns je erlebt haben. Nach langen, langen Jahren der wirtschaftlichen Stabilität krempelte ein kleines Virus von jetzt auf gleich alles um. 

Statt Wachstum, statt Jobsicherheit, statt positiven Zukunftsprognosen plötzlich das: 

  • Kurzarbeit 
  • Stellenstreichungen,
  • vorübergehender Stillstand der Wirtschaft im ersten Lockdown

Die Bundesagentur für Arbeit beziffert den Arbeitsausfall während des ersten Lockdowns auf etwa 38 Prozent. Zwar erholte sich die Wirtschaft im Sommer wieder, aber schon im Herbst kam der zweite Lockdown und brachte erneut Arbeitsmarktschwankungen mit sich.

Fachkräftemangel? Gibt’s den noch?!?

Wer will angesichts dieser Lage bitteschön noch vom Fachkräftemangel oder dem War for Talents sprechen? Nun…! Also…! Wir! Denn auch, wenn die aktuelle Situation vielleicht etwas anderes vermuten lässt: Der Fachkräftemangel ist nicht vom Tisch. Wie auch? Der Hauptauslöser ist es ja auch nicht. Wir sprechen vom demographischen Wandel. Dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind nach wie vor nicht wegzudiskutieren. Unsere Gesellschaft altert vor sich hin und Arbeitgebern geht eher über kurz als lang der Nachwuchs aus.

Der Demographische Wandel schnell erklärt:

Laut Berechnungen des statistischen Bundesamts (DEstatis) bilden die Jahrgänge von 1955 bis 1970, die sogenannten Babyboomer, aktuell die größte Arbeitnehmer-Gruppe. Im Arbeitsleben sind sie inzwischen aber ins höhere Erwerbsalter gerutscht und scheiden nach und nach aus. Allerdings rücken nicht genauso viele Arbeitskräfte nach. Daraus ergibt sich – Corona hin, Corona her – eine fiese Lücke auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahr 2025 werden nach einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos rund 2,9 Millionen Fachkräfte am deutschen Arbeitsmarkt fehlen. Im Jahr 2031 werden es schon 3,6 Millionen Fachkräften sein.

Aktuelle Studie über den Fachkräftemangel aufgetaucht

„Jaaaaaaa“, denkste jetzt vielleicht als gewiefter Branchenkenner, „die Zahlen sind aus dem Jahr 2019. Da kämpften der Einzelhandel, die Gastronomie, die Eventbranche noch nicht ums Überleben, was zu vielen, vielen Entlassungen führen wird. Damit ist der Fachkräftemangel rechnerisch Schnee von gestern.“ Zugegeben, Dein Argument ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Allerdings: Richtig ist es nicht.

Denn eine hochaktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung belegt: Der Fachkräftemangel beschäftigt Arbeitgeber auch im Jahr 2021. Am stärksten ist der Bedarf an Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (37 Prozent), gefolgt von Akademikern (27 Prozent)

Damit ergibt sich in Deutschland eine extrem heterogene Situation auf dem Arbeitsmarkt: Während auf der einen Seite ganze Branchen wegen wochen- und monatelanger Schließungen infolge des anhaltenden Lockdowns um ihre Existenz ringen, suchen auf der anderen Seite Arbeitgeber in den nicht betroffenen Bereichen mindestens ebenso verzweifelt nach Fachkräften. 

Der Wert der suchenden Arbeitgeber hat sich im Vergleich trotz aller Arbeitsmarkteinbrüche zum Vorjahr praktisch nicht verändert Sprich: Der Fachkräftemangel war nie weg. Wir zitieren aus der Studie: Aktuell rechnen „54 Prozent der Unternehmen mit Fachkräfteengpässen im Jahr 2021. Im vergangenen Jahr gaben 55 Prozent der Unternehmen an, über weniger Fachkräfte als benötigt zu verfügen.“

Welche Branchen trifft der
Fachkräftemangel besonders hart?

Besonders Branchen, in denen sich Arbeit nicht digitalisieren lässt, leiden unter dem Fachkräftemangel. Allem voran der Gesundheitssektor. Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte sind schon seit Jahren Mangelware. Es mangelt aber auch an Lehrern, Erziehern, Fachangestellten im Strafvollzugsdienst, beim Zoll, in der Forstwirtschaft und bei der Polizei.

In der Industrie ist das theoretisch anders. Hier wird der Fachkräftemangel durch eine stärkere Technisierung und Digitalisierung, mit der Jobs ersetzt werden, vielleicht noch etwas abgefedert. Aber auch das ist offensichtlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn durch die Digitalisierung fallen an der einen Stelle vielleicht Jobs weg, an einer anderen entstehen aber neue. Laut der Bertelsmann-Stiftung werden daher auch im produzierenden Gewerbe massiv Leistungsträger gesucht.

Wege, um den Fachkräftemangel einzudämmen

Aber natürlich gibt es auch Mittel und Wege, um dem Fachkräftemangel ein Schnippchen zu schlagen. Wir zitieren nochmal: „Um dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, setzen die befragten Unternehmen in erster Linie darauf, neue Mitarbeiter auszubilden sowie das vorhandene Personal durch Weiterbildung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im eigenen Betrieb zu halten.“ 17 Prozent rekrutieren außerdem Fachkräfte aus dem europäischen Ausland, gefolgt von Asien und dem Mittleren Osten.

Wir haben aber auch noch ein paar ganz heiße Tipps für Dich:

  • Ziehe bei schwierig zu besetzenden Positionen auch mal Quereinsteiger in Betracht. Die fallen oft im Recruiting durchs Raster, sind aber oft ein Segen, weil sie etwas mitbringen, was Facharbeiter vielleicht schon verloren haben: Den Blick über den Tellerrand statt Tunnelblick.
  • Und noch ein ganz heißer Tipp: Booste Dein Recruiting mit neuer Technik.

KI verleiht Deinem Recruiting einen Boost

Schauen wir uns den letzten Punkt mal genauer an. Wie kann Dir die moderne Technik dabei helfen, schneller als andere an Talente heranzukommen? Ganz einfach: KI-basiertes Recruiting macht es möglich, im WWW genau nach den Skills zu suchen, die für eine Stelle relevant sind. Stellenanzeigen können zum Beispiel per Targeting gezielt an Arbeitnehmer ausgespielt werden, die über genau die Kompetenzen verfügen, nach denen Du suchst.

Gleichzeitig kannst Du mit einer digitalen Talentsuchmaschine das ganze WWW nach bestimmten Talentträgern abgrasen, auf diese Weise deren Kontaktdaten ausfindig machen und sie dann gezielt mit Active Sourcing ansprechen. Alles, was Du dafür tun musst, ist im Backend die Skills zu definieren, nach denen Du suchst. Klick. Und schon hast Du alles, was Du brauchst.

Oder lass' andere für Dich nach
Talenten suchen - uns zum Beispiel

Zuviel Aufwand? Na, dann schick‘ einfach uns Deine Stellenanzeige. Wir scannen automatisch tausende Lebensläufe für Dich und senden Dir ruckzuck die passenden zu. Du markierst Deine Favoriten und die von Dir ausgewählten Kandidaten werden benachrichtigt. Wenn ein Kandidat ebenfalls interessiert ist, ist das ein Match!

Höchste Zeit, ein Vorstellungsgespräch zu vereinbaren. Ach, fast vergessen: Du zahlst nur bei gegenseitigem Interesse. Also nur dann, wenn Du am Bewerber interessiert bist und der Bewerber an Deinem ausgeschriebenen Job. So hast Du null Risiko, Recruiting-Budget zu verschwenden. Und der Fachkräftemangel? Der KANN DICH MAL gernhaben.

Bildquelle: www.pexels.de / Pixabay

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