Die Rezession kommt: Definition und Bedeutung für das Recruiting

Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat das Wirtschaftswachstum an Fahrt verloren. Experten sagen eine Rezession voraus – das konjunkturelle Schreckgespenst naht also wieder. Aber stehen wir damit wirklich vor einem Bedrohungsszenario? Was bedeutet Rezession eigentlich genau? Kann diese im Recruiting im gegenwärtigen Arbeitnehmer­markt nicht vielleicht sogar Positives bewirken? Das klären wir in diesem Artikel.
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Die wirtschaftliche Entwicklung in Zahlen, Daten und Fakten

Puh! Als Recruiter befindest Du Dich jetzt seit rund drei Jahren auf einer regel­rechten Achterbahnfahrt. Runter, rauf und jetzt wieder runter. Der Arbeitsmarkt ist echt aus den Fugen geraten und schwankt auf und ab. Los ging’s mit dem Ausbruch der Coronapandemie, die 2020 für die erste Abwärtsbewegung sorgte. Wegen wiederholter Lockdowns lag in vielen Branchen über Monate alles still und die Arbeitslosenquote schoss in die Höhe. Im Jahr 2021 fiel sie laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) um etwa 30 Prozent höher aus als erwartet. Krass, oder?

Kaum ein paar Monate später ging’s wirtschaftlich aber wieder bergauf. Und zwar unverhofft steil. Laut des Indeed-Job-Index wurden im Jahr 2022 bis zu 50 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als vor dem Coronaausbruch. Aber die Hochstimmung währte nicht lange. Der Ukraine-Krieg führte im Spätsommer zu Gasengpässen, Gaspreiserhöhungen und damit zu einer massiven Inflation. Die Konjunktur befindet sich damit wieder auf Talfahrt und wir stehen kurz vor einer Rezession.

Welche Merkmale machen eine drohende Rezession in Deutschland aus? Eine Definition.

Rezession – dieses Wort geistert im Moment in den Medien rauf und runter. Aber was ist eine Rezession überhaupt? Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet ”Rückgang“, ”Abschwung“ oder ”wirtschaftliche Depression“. Laut Definition spricht man von einer Rezession, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen nicht mehr wächst. Dieses Szenario scheint immer realistischer zu werden.

Die Prognosen verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute gehen inzwischen für Deutschland und Europa davon aus, dass eine Rezession für das Jahr 2023 nicht mehr abwendbar ist. Allerdings ist unklar, in welchem Ausmaß. „Während der Sachverständigenrat nur von einem Minus von 0,2 Prozent ausgeht, erwartet beispielsweise das Institut der deutschen Wirtschaft einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von 1,75 Prozent. Die DIHK kommt nach einer aktuellen Unternehmensbefragung sogar zu einem Minus von 3 Prozent“, wie beim Verband der Chemischen Industrie nachzulesen ist.

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Wie wirkt sich die Rezession auf den Arbeitsmarkt aus?

Im Moment ist also alles noch offen. Fest steht nur: Die Konjunktur wird schwächeln – und das hat natürlich auch Folgen für den Arbeitsmarkt. Falls es in den nächsten Monaten zu stärkeren Konjunkturschwankungen kommen sollte, könnte das dazu führen, dass vorübergehend wieder mehr Fachkräfte freigesetzt werden. Experten sind sich aber sicher, dass der Abschwung der Wirtschaft keinesfalls zu einem vergleichbaren Abwärtstrend wie in der Coronakrise führen wird.

Denn in vielen Branchen herrscht weiterhin ein spürbarer Fachkräftemangel – daher überlegen sich viele Arbeitgeber doppelt und dreifach, ob sie wirklich Leute entlassen.  Stattdessen werden viele erstmal auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgreifen.

Und die wenigen Arbeitnehmer*innen, die ein Kündigungsschreiben erhalten, werden nur eine kurze Phase der Arbeitslosigkeit zu überbrücken haben. Denn es gibt nach wie vor offene Jobs in Hülle und Fülle. Eine ungewöhnliche Situation. „Normalerweise gibt es nur eines von beiden: starker Arbeitskräftebedarf oder schwache Konjunktur. Aber im Moment trifft Knappheit auf Krise“, zitiert der Business-Insider den IAB-Forscher Enzo Weber. 

Auswirkungen der Rezession auf das Recruiting

Falls Du zu den Recruitern gehörst, die in den kommenden Monaten weiterhin nach neuem Personal suchen, sind das eigentlich gute Nachrichten für Dich. Denn die Konkurrenz unter Arbeitgebern im Kampf um die besten Talente flaut in der Rezession erstmal ein wenig ab: Wirtschaftlich gebeutelte Unternehmen werden im Recruiting vorübergehend auf die Bremse treten müssen.

Das erhöht die Chancen, dass Deine Stellenanzeigen von Kandidatinnen und Kandidaten besser wahrgenommen werden und nicht in einer Flut anderer Jobinserate untergehen. Allerdings wird das nur von kurzer Dauer sein. Denn schon im Frühjahr rechnen Experten mit einer deutlichen Belebung der Wirtschaft. Dann zieht die Konkurrenz unter Arbeitgebern wieder an.

Talente per Multiposting erreichen

Ergo: Du musst in den nächsten Wochen schnell sein, um die richtigen Bewerber*innen zu erreichen. Wenn wir Dir einen Tipp geben dürfen: Schalte Deine Stellenanzeigen nicht auf gut Glück auf irgendwelchen Jobbörsen. Dafür gibt es inzwischen zu viele. Mit einem gut ausgesteuerten Multiposting erreichst Du die richtigen Talente viel passgenauer.

Multiposting, das ist die zeitgleiche, sehr zielgruppengerechte und automatisierte Veröffentlichung einer Stellenanzeige auf einem ausgewählten Online-Stellenbörsen-Mix. Der Vorteil: Die Anzeige wird nur ein einziges Mal erstellt und kann dann über ein Bewerbermanagementsystem oder eine Personalmarketingagentur zu günstigen Konditionen an mehrere Stellenbörsen übertragen werden. Und zwar genau an die, auf denen sich Deine Zielgruppe tummelt. Welche das sind, analysieren die Experten Deiner Personalmarketing­agentur vor der Schaltung ganz genau.

Übrigens: Du kannst über Multiposting auch Stelleninserate auf Social Media schalten. Damit erreichst Du nicht nur die Talente, die aktiv auf Jobsuche gehen, sondern auch jene, die latent offen für einen neuen Job sind. Denn Facebook und Co. machen bei der Stellenanzeigenschaltung keinen Unterschied, ob eine Person aktiv auf Jobsuche ist oder nicht.

Wenn es im Recruiting ganz schnell gehen soll

Fall es ganz schnell mit der Stellenbesetzung gehen soll, raten wir Dir zu Active Sourcing. Und zwar Active Sourcing as a Service. Das Prinzip funktioniert wie folgt: Arbeitgeber geben ihrer Personalmarketingagentur ein genaues Briefing.

  • Welche Soft Skills werden gesucht?
  • Welche Hard Skills sind vonnöten?
  • Innerhalb welchem Gehaltskorridor bewegt sich eine Stelle?

Im nächsten Schritt suchen erfahrene Researcher mit Unterstützung einer Künstlichen Intelligenz (KI) gezielt nach passenden Mitarbeitenden – auf LinkedIn, Xing und in weiteren Online-Portalen. Jetzt kommt der Knaller: Die KI versteht die dort hinterlegten Lebenslaufdaten ganzheitlich und analysiert sie. Wo befindet sich ein Talent in seinem beruflichen Werdegang gerade?

Zeigt die Analyse der Lebenslaufdaten, dass sich ein Kandidat oder eine Kandidatin von der gesuchten Rolle wegbewegt, kommt er oder sie weniger für eine ausgeschriebene Stelle infrage und wird nicht vorgeschlagen. Bewegt sich ein Talent hingegen in die Rolle hinein, ist es besser geeignet und kommt in die engere Wahl.

Oder ist der oder die Kandidat*in genau auf dem Qualifikations-Level, nach dem für einen Job gesucht wird? Dann landet die Person auf der Trefferliste ganz oben.

Künstliche Intelligenz als Recruiting-Helfer – echt jetzt? Echt!

Aus dem KI-gestützten Abgleich entsteht innerhalb von Minuten eine Longlist, die zwischen 40 bis 130 Talente umfasst. Diese werden im nächsten Schritt umgehend von den Reseachern persönlich angesprochen: Besteht Interesse an einem Job oder nicht?

Wer diese Frage mit „Ja“ beantwortet, landet auf einer Shortlist, die ausschließlich aus interessierten Kandidat*innen besteht, die die höchsten Überein­stimmungs­werte mit Deinem Unternehmen aufweisen. Mit ihnen kannst Du nun direkt ein Jobinterview vereinbaren.

Du siehst: Eine Rezession birgt im Recruiting große Chancen, die Du mit den modernen Methoden des Recruitings nutzen kannst.

Du hast Fragen? Wir machen wir Dich gerne fit in den Themen Multiposting oder Active Sourcing as a Service. Ach, und wir haben noch so manche andere Überraschung in unserem Recruiting-Schatzkästchen.

Nimm gerne jederzeit Kontakt auf. Wir freuen uns auf Dich.

Bildquelle: maitree rimthong| pexels.com; pixabay| pexels.com

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