Eine Frau geht durch eine moderne Messehalle auf einen hell beleuchteten, rot-weißen Messestand zu, an dem sich drei Personen hinter einem Empfangstresen unterhalten.

Employer Branding: Mach Dein Arbeitgeberimage zu Recruiting-Power 

Du hast offene Stellen, aber die passenden Leute stehen nicht gerade Schlange? Dann lohnt sich ein Blick auf Dein Employer Branding. Denn bevor sich jemand bewirbt, muss Dein Unternehmen erst mal auf dem Radar landen – und zwar aus den richtigen Gründen. Was macht eine Arbeitgebermarke wirklich stark? Welche Maßnahmen bringen Bewerbungen und wie kriegst Du das Ganze sinnvoll mit Deinem Recruiting zusammen? Genau darum geht’s hier.
Recruiting
13 Min.
frau die auf einem whiteboard schreibt

Indeed Unternehmensprofile werden eingeschränkt!​

Das Employer Branding Hub die Bühne deines Indeed Auftritts, Ab dem 23.09.24 werden einige Funktionen der kostenlosen Version abgeschaltet. 

Inhalt

Definition: Was ist Employer Branding?

Employer Branding ist die strategische Arbeit an Deinem Ruf als Arbeitgeber. Damit aus einem Unternehmen eine Arbeitgebermarke wird, die Menschen kennen, verstehen – und im besten Fall attraktiv finden.

Fangen wir ganz vorne an: Employer Branding bedeutet, eine Arbeitgebermarke gezielt aufzubauen und zu gestalten. Also dafür zu sorgen, dass Menschen ein klares Bild davon bekommen, wie es ist, bei Deinem Unternehmen zu arbeiten – und warum sie das vielleicht sogar gerne tun würden. Denn eine Arbeitgebermarke gibt es sowieso. Auch wenn Du Dich noch nie mit Employer Branding beschäftigt hast.

Menschen reden über Dein Unternehmen. Mitarbeiter*innen erzählen Freund*innen von ihrem Job. Bewerber*innen tauschen sich aus. Auf Bewertungsplattformen landen Kommentare. Und auf Social Media bekommt jemand mit, wie Dein Team miteinander umgeht. Daraus entsteht irgendwann ein Bild: „Ach so sind die also als Arbeitgeber.“

Die Frage ist deshalb nicht, ob Dein Unternehmen eine Arbeitgebermarke hat. Sondern: Überlässt Du sie dem Zufall – oder gestaltest Du sie selbst? Genau darum geht es beim Employer Branding. Du schaust Dir an, was Dein Unternehmen als Arbeitgeber wirklich ausmacht, was für Deine Zielgruppen relevant ist und womit Du Dich von anderen Arbeitgebern unterscheidest. Daraus entsteht ein klares Arbeitgeberversprechen, das nach außen genauso funktionieren muss wie nach innen.

Und fürs Recruiting ist das ziemlich wichtig. Denn bevor sich jemand bewirbt, muss überhaupt erst mal der Gedanke entstehen: „Klingt interessant. Da könnte ich mir vorstellen zu arbeiten.“Stell Dir vor, Du suchst gerade dringend zehn neue Mitarbeiter*innen. Die Stellen sind da, das Budget auch – nur die Bewerbungen fehlen. Also schaltest Du noch eine Anzeige. Und noch eine. Vielleicht erhöhst Du das Budget. Und trotzdem passiert: wenig. Genau hier kommt Employer Branding ins Spiel.

Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Gute Leute können heute genauer hinschauen und sich fragen: Was habe ich von diesem Arbeitgeber eigentlich zu erwarten? Informationen über das Gehalt allein reichen dabei oft nicht. Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Flexibilität, Entwicklungsmöglichkeiten und die Frage, ob der Laden überhaupt zu den eigenen Vorstellungen passt, spielen ebenfalls eine Rolle. Gleichzeitig ist Dein Unternehmen längst nicht mehr selbst Herr über seine Arbeitgeberkommunikation. Bewertungsplattformen, Social Media und persönliche Empfehlungen sorgen dafür, dass sich Interessierte schon vor der Bewerbung ein Bild machen können. Und zwar ziemlich schnell.

Dazu kommt: Wenn mehrere Unternehmen um dieselben Fachkräfte kämpfen, wird Sichtbarkeit zum echten Wettbewerbsvorteil. Ein guter Arbeitgeber zu sein ist dann das eine. Auch als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, ist das andere. Employer Branding hilft dabei, beides zusammenzubringen. Dein Unternehmen bekommt ein klares Profil, Deine Zielgruppen verstehen schneller, wofür Du als Arbeitgeber stehst, und Dein Recruiting kann genau daran anknüpfen. Wichtig ist dabei: Eine Arbeitgebermarke entsteht sowieso. Die Frage ist nur, wer die Geschichte erzählt – Dein Unternehmen oder alle anderen.

Leider machen sich viele Arbeitgeber nicht selbst ans Werk. Der HR-Radar KMU der TH Köln zeigt: 35 Prozent der kleinen und mittlere Unternehmen verfolgen keine klare Employer Branding Strategie. Die Gründe? Laut Index Recruiting-Report 2024 sind’s:

  1. Zeitmangel (41 Prozent)
  2. Personalmangel (35 Prozent)
  3. fehlendes Budget (32 Prozent)

Warum ist Employer Branding heute so wichtig?

Stell Dir vor, Du suchst gerade dringend zehn neue Mitarbeiter*innen. Die Stellen sind da, das Budget auch – nur die Bewerbungen fehlen. Also schaltest Du noch eine Anzeige. Und noch eine. Vielleicht erhöhst Du das Budget. Und trotzdem passiert: wenig. Genau hier kommt Employer Branding ins Spiel.

Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Gute Leute können heute genauer hinschauen und sich fragen: Was habe ich von diesem Arbeitgeber eigentlich zu erwarten? Informationen über das Gehalt allein reichen dabei oft nicht. Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Flexibilität, Entwicklungsmöglichkeiten und die Frage, ob der Laden überhaupt zu den eigenen Vorstellungen passt, spielen ebenfalls eine Rolle. Gleichzeitig ist Dein Unternehmen längst nicht mehr selbst Herr über seine Arbeitgeberkommunikation. Bewertungsplattformen, Social Media und persönliche Empfehlungen sorgen dafür, dass sich Interessierte schon vor der Bewerbung ein Bild machen können. Und zwar ziemlich schnell.

Dazu kommt: Wenn mehrere Unternehmen um dieselben Fachkräfte kämpfen, wird Sichtbarkeit zum echten Wettbewerbsvorteil. Ein guter Arbeitgeber zu sein ist dann das eine. Auch als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, ist das andere. Employer Branding hilft dabei, beides zusammenzubringen. Dein Unternehmen bekommt ein klares Profil, Deine Zielgruppen verstehen schneller, wofür Du als Arbeitgeber stehst, und Dein Recruiting kann genau daran anknüpfen. Wichtig ist dabei: Eine Arbeitgebermarke entsteht sowieso. Die Frage ist nur, wer die Geschichte erzählt – Dein Unternehmen oder alle anderen.

Leider machen sich viele Arbeitgeber nicht selbst ans Werk. Der HR-Radar KMU der TH Köln zeigt: 35 Prozent der kleinen und mittlere Unternehmen verfolgen keine klare Employer Branding Strategie. Die Gründe? Laut Index Recruiting-Report 2024 sind’s:

  1. Zeitmangel (41 Prozent)
  2. Personalmangel (35 Prozent)
  3. fehlendes Budget (32 Prozent)

Was ist der Unterschied zwischen Employer Branding und Personalmarketing?

Die Begriffe werden gerne mal durcheinandergeworfen. Kein Wunder: Employer Branding und Personalmarketing haben ziemlich viel miteinander zu tun. Sie sind aber nicht dasselbe.

Am einfachsten kannst Du es Dir so merken:

Platzhalter

Worum geht’s?

Frage dahinter 

Fokus

Beispiele 

Employer Branding 

Arbeitgebermarke und Positionierung
„Wofür stehen wir als Arbeitgeber?“
Strategie
Employer Value Proposition (EVP), Positionierung, Markenwerte

Personalmarketing 

Arbeitgebermarke sichtbar und erlebbar machen
„Wie erreichen wir die richtigen Menschen?“
Umsetzung

Social Recruiting, Kampagnen, Stellenanzeigen, Content

Employer Branding ist also das Fundament. Du definierst, wofür Dein Unternehmen als Arbeitgeber steht, was es besonders macht und welches Versprechen Du Deinen Mitarbeiter*innen und potenziellen Bewerber*innen gibst. Das Personalmarketing bringt dieses Versprechen anschließend auf die Straße. Zum Beispiel über Social Media, Recruiting-Kampagnen, Karrierecontent oder Stellenanzeigen.

Und dann kommt das Recruiting ins Spiel: Hier geht es ganz konkret darum, passende Kandidat*innen zu erreichen, zu überzeugen und schließlich einzustellen. Ein kleines Beispiel: Dein Employer Branding sagt, dass Dein Unternehmen besonders viel Wert auf Entwicklungsmöglichkeiten legt. Das Personalmarketing macht daraus eine Kampagne mit echten Mitarbeiter*innen und ihren Karrierewegen. Im Recruiting landet die Botschaft dann in einer Stellenanzeige und im Bewerbungsprozess. Employer Branding gibt die Richtung vor, Personalmarketing bringt sie zu den richtigen Menschen – und Recruiting macht daraus Einstellungen.

Wie entwickelt man eine erfolgreiche Employer-Branding-Strategie?

Eine gute Employer-Branding-Strategie beginnt nicht mit der Frage: „Was posten wir nächste Woche auf LinkedIn?“ Und auch nicht mit einem neuen Karrierevideo. Bevor Du über Kanäle und Maßnahmen nachdenkst, solltest Du erst mal wissen, wen Du eigentlich erreichen willst, was diese Menschen suchen und was Dein Unternehmen ihnen wirklich bieten kann.

Ein sinnvoller Prozess sieht deshalb ungefähr so aus:

  1. Zielgruppen verstehen: Welche Mitarbeiter*innen und Kandidat*innen sind für Dein Unternehmen besonders relevant? Wo liegen Deine Recruiting-Engpässe? Was motiviert diese Menschen – und was hält sie bisher von einer Bewerbung ab?
  2. Arbeitgeberpositionierung entwickeln: Was macht Dein Unternehmen als Arbeitgeber wirklich besonders? Und vor allem: Was davon ist glaubwürdig und im Arbeitsalltag erlebbar?
  3. EVP formulieren: Aus diesen Erkenntnissen entsteht Deine Employer Value Proposition – also das zentrale Versprechen an aktuelle und zukünftige Mitarbeiter*innen.
  4. Botschaften und Kanäle festlegen: Welche Botschaften funktionieren für welche Zielgruppe? Und erreichst Du sie eher über Social Media, Suchmaschinen, Jobportale oder andere Kanäle?
  5. Candidate Journey mitdenken: Deine Arbeitgebermarke darf nicht bei der Stellenanzeige aufhören. Von ersten Touchpoint bis zur Onboarding sollte alles zusammenpassen.
  6. Ergebnisse messen: Am Ende zählt nicht nur, wie viele Menschen Deine Kampagne gesehen haben. Entscheidend ist, ob daraus Interesse, Bewerbungen und passende Einstellungen entstehen.


Das Entscheidende dabei: Employer Branding ist kein einmaliges Projekt, das nach dem Launch in einer Schublade verschwindet. Du entwickelst Deine Positionierung weiter, testest Botschaften, lernst aus den Daten und passt Deine Maßnahmen an. So wird aus einer hübschen Arbeitgeberidee eine Employer-Branding-Strategie, die tatsächlich beim Recruiting hilft.

Zielgruppen und Recruiting-Probleme analysieren

Bevor Du Deine Employer Branding Strategie aufsetzt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf Dein Recruiting. Denn „Wir suchen gute Leute“ ist noch keine Zielgruppe. Vielleicht bekommst Du für kaufmännische Stellen genug Bewerbungen, findest aber kaum Fachkräfte für die Produktion. Oder Deine Azubi-Stellen sind ständig offen, während andere Positionen problemlos besetzt werden. Genau solche Unterschiede sind wichtig.

Schau deshalb genauer hin:

  • Welche Zielgruppen sind wirklich schwer zu erreichen?
  • Was ist diesen Kandidat*innen wichtig?
  • Wo informieren sie sich über Arbeitgeber?
  • Warum bewerben sie sich bisher nicht – oder springen im Prozess ab?

Gehe in die Details: Wenn Du zum Beispiel dringend Elektriker*innen suchst, reicht es nicht zu wissen, dass sie „technikaffin“ sind. Spannender ist, welche Argumente für sie wirklich zählen – etwa planbare Schichten, ein bestimmtes Gehalt oder moderne Arbeitsmittel. Wenn Du weißt, wen Du erreichen willst und wo es gerade hakt, kannst Du Deine Arbeitgeberbotschaft und später auch Deine Employer-Branding-Maßnahmen sinnvoll darauf ausrichten.

Employer Value Proposition entwickeln

Jetzt wird es spannend: Was versprichst Du Deinen Mitarbeiter*innen eigentlich? Genau darum geht es bei der Employer Value Proposition (EVP). Sie beschreibt die zentralen Dinge, die Dein Unternehmen als Arbeitgeber bietet. Also nicht einfach einen knackigen Slogan, sondern die Antwort auf die Frage: Warum sollte jemand ausgerechnet bei Dir arbeiten wollen? Und bitte nicht: „Tolles Team, flache Hierarchien, spannende Aufgaben.“ Das kann inzwischen fast jedes Unternehmen von sich behaupten – und oft sind es einfach nur Floskeln, aber nicht die Wahrheit.

Eine gute EVP geht ein bisschen tiefer. Sie zeigt, was für Deine Zielgruppen wirklich relevant ist und was Dein Unternehmen tatsächlich anders macht. Vielleicht bekommen Mitarbeiter*innen ungewöhnlich viel Verantwortung. Vielleicht ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur ein Satz auf der Karriereseite, sondern im Alltag wirklich gut organisiert. Oder vielleicht bietet Dein Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten, die es in dieser Form in der Branche kaum gibt.

Wichtig ist dabei vor allem eins: Dein Arbeitgeberversprechen muss stimmen. Eine EVP, die im Recruiting super klingt, aber nach drei Wochen im Job nichts mehr mit der Realität zu tun hat, bringt Dir langfristig wenig.

Deshalb sollte Deine EVP drei Dinge zusammenbringen:

  1. relevant für Deine Zielgruppen
  2. differenzierend gegenüber anderen Arbeitgebern
  3. glaubwürdig im tatsächlichen Arbeitsalltag

Dann wird aus einer Werbeaussage ein echtes Arbeitgeberversprechen.

Arbeitgeberversprechen in die Candidate Journey übersetzen

Eine gute EVP bringt Dir allerdings noch keine einzige Bewerbung. Sie muss dort auftauchen, wo Kandidat*innen mit Deinem Unternehmen in Kontakt kommen. Stell Dir vor, jemand sieht auf Instagram eine Recruiting-Ad, klickt darauf und landet auf einer Karrierewebsite, die komplett anders klingt. Dann folgt eine Stellenanzeige voller Standardfloskeln und anschließend ein Bewerbungsformular mit 17 Pflichtfeldern. Da kann die schönste Arbeitgebermarke ziemlich schnell verpuffen.

Genau deshalb solltest Du die komplette Candidate Journey betrachten:

Anzeige → Landingpage/Karrierewebsite → Stellenanzeige → Bewerbung → Kommunikation

An jedem dieser Punkte sollte sich dieselbe Grundidee wiederfinden. Nicht immer wortgleich – aber (wieder)erkennbar.

Wenn Dein Arbeitgeberversprechen zum Beispiel sinngemäß „viel Verantwortung, kurze Wege und echte Gestaltungsmöglichkeiten“ lautet, sollte sich das nicht nur in Deiner Social-Recruiting-Ad zeigen. Dann sollte ein Talent genau diese Dinge auch auf der Karriereseite, in den Stellenanzeigen und im Bewerbungsprozess wiederfinden – etwa durch schnelle Rückmeldungen, direkte Gespräche mit dem künftigen Team und konkrete Einblicke in die Aufgaben und Möglichkeiten. So wird aus einer Positionierung keine hübsche Überschrift, sondern ein fetter roter Faden durch das Recruiting.

Welche Employer Branding Maßnahmen funktionieren im Recruiting?

Jetzt kommen wir zu dem Teil, bei dem es schnell unübersichtlich wird. Denn Employer Branding Maßnahmen gibt es jede Menge. Social Media, Karrieremessen, Mitarbeitervideos, Podcasts, Ads, Events, Karrierewebsites, Bewertungsplattformen – Du könntest damit problemlos Deinen gesamten Personalmarketing-Kalender füllen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: „Welche Maßnahme sollen wir noch machen?“ Sondern: „Was soll diese Maßnahme eigentlich erreichen?“ Denn nicht jeder Kontaktpunkt hat dieselbe Aufgabe.

Ziel 

Aufmerksamkeit schaffen

Interesse und Vertrauen aufbauen

Bewerbungen erzeugen
Conversion verbessern

Typische Maßnahmen 

Social Media, Paid-Recruiting-Kampagnen, Video, Display Advertising

Employee Stories, Karrierecontent, Bewertungen, Einblicke in den Arbeitsalltag

Landingpages, Stellenanzeigen, Retargeting, Social Recruiting
Mobile Bewerbungswege, kurze Formulare, klare Informationen, schnelle Kommunikation

Das hilft auch bei der Planung. Ein TikTok-Video mit 50.000 Views kann super für Reichweite sein. Es bedeutet aber noch lange nicht, dass 50.000 Menschen bei Dir arbeiten wollen. Umgekehrt kann eine kleine Kampagne mit vergleichsweise wenig Reichweite richtig stark performen, wenn sie genau die Fachkräfte erreicht, die Du gerade suchst. Deshalb sollten Deine Employer Branding Maßnahmen immer zur Zielgruppe und zur jeweiligen Phase der Candidate Journey passen. Reichweite ist nicht automatisch Recruiting-Erfolg.

Und genau da wird die Verbindung von Employer Branding und Recruiting interessant: Deine Marke schafft Aufmerksamkeit und Vertrauen. Die richtigen Maßnahmen sorgen anschließend dafür, dass daraus konkretes Interesse und im besten Fall eine Bewerbung wird.

Social Recruiting macht die Arbeitgebermarke sichtbar

Social Media ist für Employer Branding ziemlich praktisch: Deine Zielgruppe ist ohnehin schon da. Du musst sie nicht erst auf Deine Karriereseite locken, sondern kannst Deine Arbeitgeberbotschaft direkt in ihrem Feed platzieren. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, zweimal pro Woche ein Foto vom Sommerfest zu posten.

Gutes Social Recruiting verbindet Arbeitgeberkommunikation, Zielgruppenansprache und Performance Recruiting. Du kannst also zum Beispiel mit echten Mitarbeiter*innen arbeiten, ihren Arbeitsalltag zeigen oder Geschichten aus Deinem Unternehmen erzählen – und diese Inhalte gleichzeitig gezielt an die Menschen ausspielen, die für Deine offenen Stellen relevant sind.

Gerade bei schwer erreichbaren Zielgruppen lohnt sich der Mix aus organischem Content und Paid-Kampagnen. Denn mit datenbasierter Ausspielung kannst Du unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Creatives ansprechen. Eine Softwareentwicklerin braucht schließlich nicht dieselbe Botschaft wie eine Pflegekraft oder eine Produktionsmitarbeiterin. Das Ziel ist dabei nicht (nur), möglichst viele Likes zu sammeln. Social Recruiting soll die richtigen Menschen neugierig machen und ihnen einen einfachen nächsten Schritt anbieten.

Eine starke Arbeitgebermarke braucht einen einfachen Bewerbungsprozess

Hier passiert im Recruiting ein ziemlich häufiger Fehler: Die Kampagne läuft super, die Anzeige wird geklickt – und dann wartet ein Bewerbungsformular, das gefühlt länger dauert als die Steuererklärung. Wichtig: Employer Branding endet nicht beim Bewerben-Button. Wenn Du Menschen gerade davon überzeugt hast, dass Dein Unternehmen interessant ist, solltest Du ihnen die Bewerbung nicht unnötig schwer machen. Gerade auf dem Smartphone wird schnell deutlich, wie gut oder schlecht Dein Prozess funktioniert.

Achte deshalb auf möglichst wenig Reibung:

  • kurze und verständliche Formulare
  • mobile Bewerbung ohne unnötige Hürden
  • klare Informationen zu Job und Ablauf
  • möglichst wenige Pflichtfelder
  • schnelle Rückmeldung nach der Bewerbung

Genau hier kommt Mobile Apply ins Spiel: Kandidat*innen können ihre Bewerbungen einfach und direkt über ihr Smartphone einzureichen, ohne lange Formulare auszufüllen. Das klingt nach einem kleinen Detail. Ist es aber nicht. Wenn Deine Arbeitgebermarke sagt „Bei uns geht es unkompliziert“, sollte die Bewerbung genau das beweisen. Denn am Ende zählt nicht nur, ob jemand Deine Botschaft attraktiv findet. Die Person muss auch tatsächlich durch den Prozess kommen.

Employer Branding im High Volume Recruiting: Funktioniert Marke auch bei Masse?

Bei zehn offenen Stellen kannst Du vielleicht noch jede Bewerbung persönlich begleiten. Bei 500, 1.000 oder mehr Einstellungen sieht die Sache anders aus. Gerade im High Volume Recruiting muss Deine Arbeitgebermarke deshalb nicht nur gut klingen. Sie muss sich auch skalieren lassen.

Nehmen wir ein Unternehmen mit vielen Standorten, beispielsweise im Handel, in der Logistik oder in der Produktion. Die Zielgruppe ist groß, die offenen Stellen sind zahlreich und häufig müssen innerhalb kurzer Zeit viele Menschen erreicht werden. Eine klassische Kampagne mit einem Motiv und einer allgemeinen Botschaft stößt da schnell an ihre Grenzen.

Du brauchst stattdessen:

  • zielgruppengenaue Ansprache statt einer Botschaft für alle
  • skalierbare Kampagnen statt manueller Einzelmaßnahmen
  • automatisierte Ausspielung statt ständigem Nachsteuern
  • einfache Bewerbungswege statt komplizierter Prozesse
  • Daten und Tests, um herauszufinden, was tatsächlich funktioniert

Dabei bleibt die Arbeitgebermarke wichtig. Sie gibt den Kampagnen den Rahmen und sorgt dafür, dass Dein Unternehmen auch bei vielen einzelnen Recruiting-Ads als derselbe Arbeitgeber erkennbar bleibt. Der Unterschied liegt also nicht darin, dass Employer Branding bei großen Recruiting-Volumina plötzlich unwichtig wird. Es muss vielmehr so aufgebaut sein, dass es auch in großem Maßstab funktioniert.

Wie lässt sich Employer Branding mit Technologie skalieren?

Wenn Du viele unterschiedliche Zielgruppen erreichen willst, wird es irgendwann schwierig, alles per Hand zu steuern. Genau hier kann Technologie helfen. Programmatic Advertising beispielsweise ermöglicht es, Recruiting-Ads automatisiert und datenbasiert an relevante Zielgruppen auszuspielen. Statt überall dieselbe Anzeige zu zeigen, kannst Du unterschiedliche Zielgruppen mit passenden Botschaften und Creatives ansprechen.

Dazu kommen Automatisierung und Personalisierung. Kampagnen können anhand von Daten laufend optimiert werden: Welche Zielgruppe reagiert? Welche Anzeige wird geklickt? Welche Landingpage bringt Bewerbungen? Wo steigen Kandidat*innen aus? Das macht Employer Branding nicht automatisch besser. Aber es macht eine gute Strategie deutlich skalierbarer.

Auch Recruiting-Plattformen können dabei unterstützen, einzelne Schritte miteinander zu verbinden – von der Zielgruppenansprache über Kampagnen bis zur Messung der Ergebnisse. Lösungen wie Wonderkind setzen beispielsweise auf datenbasierte Talent Attraction und automatisierte Kampagnensteuerung. Der wichtige Punkt: Technologie sollte nicht bestimmen, was Dein Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht. Das muss vorher geklärt sein.

Technologie übernimmt vielmehr den Teil, bei dem es um Reichweite, Geschwindigkeit, Personalisierung und Skalierung geht. Deine Employer-Branding-Strategie liefert dafür die Grundlage. Und genau deshalb ist die Kombination so spannend: Die Marke gibt die Richtung vor. Technologie hilft dabei, diese Richtung in großem Maßstab auszuspielen und messbar zu machen.

Wie misst man den Erfolg von Employer Branding?

„Unsere Kampagne hatte 1,2 Millionen Impressionen!“ Klingt erst mal ziemlich gut. Aber was genau hat das fürs Recruiting gebracht?

Das ist die entscheidende Frage.

Denn beim Employer Branding musst Du zwischen Markenwirkung und Recruiting-Performance unterscheiden. Reichweite und Engagement können wichtige Signale sein. Sie zeigen Dir aber nicht automatisch, ob Du tatsächlich mehr passende Bewerber*innen gewinnst.

Je nach Ziel Deiner Maßnahme können unterschiedliche Kennzahlen interessant sein:

Bereich 

Awareness

Interesse 

Conversion 

Recruiting 

Langfristig 

Mögliche KPIs 

Reichweite, Impressions, Video-Views

Klickrate, Engagement, Karrierewebsite-Traffic 

Bewerbungsrate, Conversion Rate, Cost per Application 

Cost per Hire, Time to Hire, Bewerbungsqualität 

Mitarbeiterbindung, Fluktuation

Dabei musst Du nicht jede Kennzahl gleichzeitig messen. Entscheidend ist, dass Du vorher weißt, was Du mit einer Maßnahme erreichen willst. Wenn Du eine neue Zielgruppe erst einmal auf Dein Unternehmen aufmerksam machen möchtest, sind Reichweite und Interaktion durchaus relevant. Wenn Du dagegen eine konkrete Recruiting-Kampagne für 50 offene Stellen schaltest, solltest Du ziemlich schnell auch auf Bewerbungen, Kosten und Qualität schauen.

Und noch etwas: Nicht jede Bewerbung ist gleich viel wert. Zehn Bewerbungen, von denen keine einzige zur Stelle passt, sind weniger interessant als drei wirklich passende Kandidat*innen. Deshalb sollte Employer Branding Reporting nicht bei hübschen Dashboards enden. Die spannende Frage ist immer: Was passiert nach dem Klick? Erst wenn Du die Verbindung von Marke, Kampagne, Bewerbung und Einstellung nachvollziehen kannst, weißt Du wirklich, was Dein Employer Branding fürs Recruiting leistet.

Welche Employer Branding Fehler kosten Reichweite und Bewerbungen?

Manche Fehler begegnen einem im Recruiting immer wieder. Und das Verrückte daran: Sie sehen auf den ersten Blick nicht immer nach krassen Fehlern aus.

Fehler Nummer eins: eine austauschbare EVP.
„Tolles Team“, „flache Hierarchien“ und „spannende Aufgaben“ sind nett. Aber warum sollte sich jemand genau deshalb bei Deinem Unternehmen bewerben? Wenn dieselben Aussagen auf hundert Karriereseiten stehen könnten, helfen sie Dir bei der Positionierung nicht wirklich weiter.

Fehler Nummer zwei: Hochglanz statt Realität.
Wenn auf der Karriereseite alle strahlend in die Kamera lächeln, im Bewerbungsprozess aber niemand erreichbar ist, merken Kandidat*innen den Unterschied ziemlich schnell. Dein Arbeitgeberversprechen muss zum tatsächlichen Arbeitsalltag passen.

Fehler Nummer drei: alle mit derselben Botschaft ansprechen.
Eine Berufseinsteigerin hat andere Fragen als eine erfahrene Führungskraft. Und eine Entwicklerin interessiert sich für andere Dinge als eine Logistikmitarbeiterin. Zielgruppen brauchen relevante Botschaften.

Fehler Nummer vier: Kanal statt Strategie.
Nur weil gerade alle auf TikTok oder LinkedIn unterwegs sind, brauchst Du nicht automatisch dort eine Recruiting-Kampagne. Erst Zielgruppe und Ziel herausarbeiten, dann den passenden Kanal auswählen.

Am Ende läuft es immer auf dasselbe hinaus: Employer Branding muss nicht nur gut aussehen und klingen. Es muss sich für Kandidat*innen auch jederzeit erlebbar sein

Fazit: Employer Branding muss nicht nur gut aussehen – es muss im Recruiting funktionieren

Eine starke Arbeitgebermarke ist kein hübsches Extra für die Karriereseite. Sie kann ein ziemlich wichtiger Baustein für Dein Recruiting sein – vorausgesetzt, sie bleibt nicht bei schönen Bildern und großen Versprechen stehen. Du brauchst zuerst ein klares Bild davon, wen Du erreichen willst, wofür Dein Unternehmen als Arbeitgeber steht und was Du diesen Menschen tatsächlich bieten kannst. Daraus entsteht Deine Positionierung und Deine EVP.

Dann kommt die Umsetzung: Personalmarketing bringt Deine Botschaften zu den richtigen Zielgruppen, Recruiting macht daraus konkrete Bewerbungen und ein guter Bewerbungsprozess sorgt dafür, dass Interessierte nicht unterwegs abspringen. Gerade bei großen Recruiting-Volumina kommt noch eine weitere Ebene dazu: Technologie. Sie hilft Dir dabei, Kampagnen zu skalieren, Zielgruppen präziser anzusprechen, Prozesse zu automatisieren und Ergebnisse messbar zu machen.

Das Entscheidende bleibt aber immer gleich: Deine Arbeitgebermarke muss glaubwürdig sein. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst gut auszusehen. Es geht darum, dass die richtigen Menschen denken: „Das klingt nach einem Arbeitgeber, der zu mir passt.“ Und dass aus diesem Gedanken möglichst unkompliziert eine Bewerbung wird.

Download: https://hr-monkeys.de/downloads/so-bindest-du-mitarbeitende-an-dein-unternehmen/

FAQs zu Employer Branding

Was gehört alles zum Employer Branding?

Ziemlich viel – aber nicht einfach alles, was irgendwie mit Recruiting zu tun hat. Dazu gehören zum Beispiel Deine Arbeitgeberpositionierung, die Employer Value Proposition (EVP), Zielgruppenanalyse und die Kommunikation über Karrierewebsite, Social Media, Stellenanzeigen oder Recruiting-Kampagnen. Wichtig ist vor allem: Was Du nach außen versprichst, sollte auch im Arbeitsalltag ankommen.

Was ist eine Employer Value Proposition?

Die Employer Value Proposition (EVP) ist im Grunde Dein Arbeitgeberversprechen: Warum sollte jemand gerade bei Deinem Unternehmen arbeiten wollen? Eine gute EVP ist relevant für Deine Zielgruppe, unterscheidet Dich von anderen Arbeitgebern und – ganz wichtig – hält, was sie verspricht.

Wie hängen Employer Branding und Recruiting zusammen?

Employer Branding sorgt dafür, dass Menschen Dein Unternehmen als Arbeitgeber kennen und interessant finden. Recruiting macht daraus konkrete Bewerbungen und Einstellungen. Am besten funktioniert beides, wenn Arbeitgeberbotschaft, Recruiting-Kampagne, Stellenanzeige und Bewerbungsprozess sauber zusammenspielen.

Welche Rolle spielt Social Media beim Employer Branding?

Eine ziemlich große – schließlich tummeln sich Deine potenziellen Kandidat*innen dort sowieso. Du kannst über Social Media zeigen, wie es bei Dir wirklich aussieht, und gleichzeitig gezielt Menschen ansprechen, die für Deine offenen Stellen interessant sind. Besonders stark wird das mit einer Mischung aus authentischem Content und bezahlten Recruiting-Kampagnen.

Wie lange dauert es, eine Arbeitgebermarke aufzubauen?

Eine gute Arbeitgebermarke entsteht nicht über Nacht. Die strategische Grundlage lässt sich in einigen Monaten entwickeln und aktivieren. Bekanntheit und Vertrauen brauchen dagegen Zeit. Deshalb lohnt sich die Kombination aus langfristigem Employer Branding und Maßnahmen, die schon kurzfristig Bewerbungen bringen.

Was kostet gutes Employer Branding?

Das kommt ziemlich darauf an, was Du vorhast. Strategie, Content, Kampagnen, Media, Karrierewebsite und Technologie können jeweils Kosten verursachen. Statt nur auf ein Gesamtbudget zu schauen, solltest Du deshalb auch fragen: Was kostet Dich eine Bewerbung – und was kostet Dich am Ende eine Einstellung?

Was kostet gutes Employer Branding?

Leider nein. Schön wär’s. Employer Branding kann aber dabei helfen, Dein Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte besser zu positionieren. Wenn die richtige Zielgruppe Dein Unternehmen kennt, das Arbeitgeberversprechen interessant findet und sich unkompliziert bewerben kann, steigen die Chancen auf passende Bewerbungen.

Was gehört alles zum Employer Branding?

Technologie kann vor allem dabei helfen, Arbeitgeberkommunikation gezielter, schneller und messbarer auszuspielen. Dazu gehören zum Beispiel Programmatic Advertising, Recruiting-Marketing-Plattformen, Analytics, Automatisierung und mobiel Bewerbungslösungen. HR-Tools können dabei unterstützen, relevante Zielgruppen datenbasiert anzusprechen.
Bildquelle: KI-generiert

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

Mann der neben einem riesigem Smartphone steht auf dem ein Facebook Beitrag von HR Monkeys zu sehen ist

Facebook Stellenanzeigen schalten

Eine Hand die ein Smartphone hält wo das Instagram Logo zu sehen ist

Mit Instagram-Recruiting auf der Überholspur

Reemko Ruth

Reemko Ruth ist studierter Soziologe und Sozialwissenschaftler. Er war unter anderem tätig als Mitarbeiter in Forschung und Lehre, als universitärer Gastredner und als wissenschaftlicher Autor. Mittlerweile recherchiert und schreibt er seit vielen Jahren als Experte rund ums Thema Personalgewinnung – mit besonderer Expertise in den Bereichen Employer Branding, Social Recruiting und Personalmanagement.

Du kannst es gar nicht abwarten? Dann ruf‘ uns direkt an oder schreib‘ eine E-Mail!