Mitarbeiterbindung in der hybriden Arbeitswelt: 5 ultimative Tipps

Boah! In den letzten Monaten hat sich richtig, richtig viel in der Arbeitswelt verändert. Du weißt als HR-Manager*in schon gar nicht mehr, wo Dir der Kopf steht. Zum Beispiel hast Du gerade eine neue Mitarbeitervereinbarung auf den Weg gebracht, die besagt, dass Eure Mitarbeitenden nur noch an ein, zwei Tagen pro Woche ins Büro kommen. Der Rest der Zeit wird im Homeoffice gearbeitet. Die Ausarbeitung dieses Vertrags­werks hat Deine Ressourcen geradezu aufgefressen. Alles musste schnell gehen. Wie immer. Und schon liegt das nächste To-Do auf Deinem Tisch. Du sollst ein Konzept zur Mitarbeiterbindung für die neue hybride Arbeitswelt ausarbeiten. Nicht verzweifeln. Wir haben Tipps für Dich.
HR monkeys Experten
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Employer Branding betreiben, die richtigen Kandidat*innen finden, Mitarbeitende binden und weiterentwickeln. Das sind nur einige wenige Aufgaben eines Recruiters. Dabei noch das Budget optimal einsetzen, die Zeit effizient nutzen und allen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Klingt soweit nach einem super Job. Doch wie sieht das Ganze tatsächlich in der Praxis aus? An welchen Stellen könnt Ihr Unterstützung gebrauchen? Wir haben nachgefragt und uns an die Arbeit gemacht!

Die Arbeitswelt verändert sich

Die moderne Arbeitswelt ist hybrid. Viele Unternehmen krempeln ihre Arbeitsweisen derzeit komplett um und stellen ihren Mitarbeitenden weitgehend frei, wann und von wo aus sie ihrem Job nachgehen. Die Vereinbarungen und Maßnahmen, die Arbeitgebende dazu mit ihren Teams treffen, können völlig unterschiedlich sein.

Während die Regelungen in den meisten Unternehmen vorsehen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu zweimal in der Woche bei ihrem Arbeitgeber vorbeischauen, gehen manche sogar so weit und erlauben ihren Teams, sich ihre Arbeit völlig frei einzuteilen. Mancher Kollege oder manche Kollegin kommt dann vielleicht über Wochen oder Monate nicht ins Office. Das ist das Prinzip von hybrider Arbeit: Homeoffice und die Arbeit vor Ort verschmelzen miteinander.

Welche Konsequenzen hybride Arbeit für die Mitarbeiterbindung hat

Diese neue Lockerheit in den Unternehmen hat viele Konsequenzen für Deine HR-Arbeit. Zum Beispiel bedarf es neuer Maßnahmen für die Bindung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Denn wenn sich Teams nur noch ab und an live und in Farbe über den Weg laufen, ist die Gefahr groß, dass sie sich regelrecht auseinander leben. Dass das in vielerlei Hinsicht schlecht ist, müssen wir Dir ja nicht sagen.

Ohne regelmäßigen Kontakt bleibt schließlich nicht nur der Zusammenhalt auf der Strecke. Teams entwickeln auch weniger Output. Denn die besten Ideen entstehen ja immer dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Bei der gemeinsamen Tasse Kaffee, beim kurzen Schnack auf dem Flur oder beim gemeinsamen Mittagessen.

Fluktuation: Wechselwilligkeit von Talenten auf neuem Rekordhoch

All das fällt im hybriden Unternehmensumfeld eher weg, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel seltener im Büro sind als früher. Das kann dazu führen, dass Teams ihre frühere Innovationskraft, Performance und Kreativität einbüßen. Und darunter leidet dann noch etwas: Die Mitarbeiterbindung.

Denn ohne den richtigen Teamspirit wird die Arbeit längst nicht mehr als so spannend wahrgenommen wie früher. Und so manifestiert sich vielleicht früher oder später der Gedanke in den Köpfen Deiner Mitarbeitenden, dass andere Unternehmen eigentlich auch ganz schöne Jobs haben und man ja mal schauen könnte. Dass das derzeit leider gar nicht so selten ist, belegen neueste Studien: Laut einer Erhebung von EY fühlen sich nur noch 22 Prozent der Talente ihrem Arbeitgeber „sehr eng“ verbunden – das ist ein neues Rekordtief.

Maßnahmen zur Bindung von Mitarbeitenden in einem hybriden Umfeld

Die Frage aller Fragen lautet im Jahr 2022 also: Wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter*innen in einem zunehmend hybriden Umfeld besser binden und sie halten? Wir haben uns mal ein paar Gedanken gemacht und Tipps zusammen­getragen, mit welchen Instrumenten das HR-Management den Teamspirit stärken kann. Kleiner Spoiler vorab: Wichtig dabei ist, auch die Führungskräfte ins Boot zu holen. Denn nur, wenn alle an einem Strang ziehen, gelingt es, die Mitarbeiterbindung zu steigern. So, genug des Vorgeplänkels. Nun zu unseren Tipps. Here we go.

#1 Vereinbare virtuelle Workdates für eine bessere Mitarbeiterbindung

Sorge dafür, dass sich Deine Kolleginnen und Kollegen auch dann nicht aus den Augen verlieren, wenn sie über eine längere Zeit nicht ins Büro kommen. Und zwar mit regelmäßigen virtuellen Kaffeepausen. Damit sich nicht immer dieselben Mitarbeiter*innen zur gemeinsamen Online-Pause vernetzen, gibt es Tools, die virtuelle Kaffeepausen nach dem Zufallsprinzip organisieren. Inklusive Terminkoordination.

Das hat verschiedene Vorteile. Zum Beispiel ist auf diese Weise jede virtuelle Kaffeepause für Deine Mitarbeitenden mit einem gewissen Kitzel und Spannung verbunden. Die Beteiligten fragen sich vor jedem Meeting: Wen treffe ich heute? Wie verläuft wohl der Austausch? Und: So kommen auch Führungskräfte und Kolleg*innen miteinander ins Gespräch, die ansonsten vielleicht nie einen Kaffee miteinander getrunken hätten. Zum Beispiel, weil sie aus völlig unterschiedlichen Unternehmensbereichen kommen. Der Effekt: So lernen sich Mitarbeitende über alle Hierarchieebenen und Abteilungen besser kennen. Es entsteht ein Wir-Gefühl, das direkt auf die Mitarbeiterbindung einzahlt. Check!

#2 Veranstalte (virtuelle) Teamabende

Für die Mitarbeiterbindung ist es außerdem wichtig, dass sich auch die Mitglieder eines Teams regelmäßig in einer informellen Umgebung treffen, um miteinander zu plaudern, sich auszutauschen und sich einfach mal von einer anderen Seite kennenzulernen. So entsteht eine tiefere Bindung zwischen Kolleg*innen. Animiere die Teams Deines Unternehmens dazu, zusammen mit ihren Führungskräften regelmäßig Teamabende oder Teamevents zu veranstalten. Besonders effektiv sind die Treffen natürlich, wenn sie im wahren Leben stattfinden.

Denkbar ist vieles: Ein gemeinsames Krimidinner, ein Besuch auf dem Wochenmarkt, bei dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Leckereien lokaler Bauern schmecken lassen oder ein gemeinsamer Spieleabend. Im Zweifel lassen sich Teamveranstaltungen aber ebenso im virtuellen Umfeld organisieren. Auch hierfür gibt es verschiedene Formate. Gemeinsames Kochen via Teams zum Beispiel oder Gemeinschaftsspiele, die online am Computer gespielt werden bis hin zur gemeinsamen “Flucht” aus dem Online-Exit-Room ist alles machbar.

#3 Lade zu Kick-Offs ein und feiere Erfolge

Damit der Bezug Deiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Gesamtunternehmen nicht verloren geht, empfehlen wir Dir unbedingt, größere Events grundsätzlich vor Ort zu veranstalten. Das können zum Beispiel Quartals-Kick-Offs sein, bei denen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über die neuesten Geschäftszahlen informiert werden und sich hinterher noch leckeres Essen schmecken lassen. Im Zweifel können sich Arbeitnehmende auch virtuell einklinken, aber signalisiere Deinen Kollegen in der Einladung, dass Anwesenheit erwünscht ist. So kommen Kolleginnen und Kollegen regelmäßig im großen Stil zusammen und können sich austauschen.

#4 Tägliche Huddles stärken die Mitarbeiterbindung

Ganz wichtig ist auch, dass Teams immer den Überblick wahren, wer gerade an welchem Projekt arbeitet und wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Ansonsten fühlen sich vor allem die virtuell arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter irgendwann isoliert. Empfehlenswert sind tägliche Huddles von etwa 15 Minuten, die online wie offline funktionieren. Ziel ist es, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die folgenden Fragen klären:

  • Was steht an?
  • Wer bearbeitet was?
  • Gibt es irgendwelche Probleme?
  • Wer kann helfen?

#5 Stay in Touch

Einmal am Tag ein kurzes Huddle und dann hören die Mitarbeiter und Mitarbei­terinnen, die sich im Homeoffice befinden, nichts mehr von ihren Teammitgliedern …? Sowas sollte vermieden werden. Das ist Gift für die Mitarbeiterbindung. Für Arbeitnehmer*innen, die nicht vor Ort arbeiten, sollte der Kontakt zum Team während des Arbeitstages nicht abreißen. Achte darauf, dass alle Kolleg*innen über virtuelle Online-Kollaborations-Plattformen wie Trello und Miro sowie über Chattools während des ganzen Arbeitstages miteinander vernetzt sind und sich immer wieder in unterschiedlich großen Gruppen in Videocalls sehen. So bleibt jeder auf dem Laufenden und fühlt sich nicht ausgeschlossen.

#6 Achtsamer Umgang

Lege außerdem Wert darauf, dass Dein Unternehmen einen achtsamen Umgang mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen pflegt. Auch das ist entscheidend, um die Mitarbeiterbindung zu stärken. Zum Beispiel sollten virtuell arbeitende Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeitszeiten nicht überstrapazieren. Schließlich eröffnet insbesondere Remote-Work die Möglichkeit, rund um die Uhr zu arbeiten. Doch das ist der sichere Weg zum Burnout und tut der Bindung alles andere als gut.

Wichtig ist, dass Führungskräfte immer wieder darauf hinweisen, dass die vereinbarten Arbeitszeiten konsequent eingehalten werden sollten. Fällt mal Mehrarbeit an, ist es essenziell, die Kolleginnen und Kollegen anzuhalten, Überstunden zeitnah auszugleichen, damit jeder seine verdienten Erholungszeiten genießen kann. Hier helfen Dir digitale Zeiterfassungssysteme, den Überblick zu wahren.

Fazit

Wenn wir bis hierhin eines gesehen haben: Die Sache mit der Mitarbeiterbindung funktioniert in einem hybriden Umfeld vollkommen anders als im analogen. Damit hybrid arbeitende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht den Draht zueinander und zum Unternehmen verlieren, gibt es aber ein paar sehr wirkungsvolle Methoden, Maßnahmen und Instrumente zur Mitarbeiterbindung. Probiere sie mal aus und ermutige auch die Führungskräfte Deines Unternehmens, sie umzusetzen. Und das Beste: Viele Maßnahmen, die Mitarbeitende binden, lassen sich sehr einfach in den Arbeitsalltag integrieren. Meist muss dafür kein teures Tool angeschafft werden. Viele Instrumente sind entweder sehr kostengünstig oder sogar kostenlos zu haben.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Mehr Zufriedenheit unter Kolleginnen und Kollegen
  • Steigende Motivation und Performance
  • Gesetzte Ziele werden erreicht
  • Es können mehr Erfolge können gefeiert werden
  • Das Betriebsklima verbessert sich
  • Die Fluktuation sinkt

Last but not least profitiert auch Dein Employer Branding von einer starken Mitarbeiterbindung. Denn Arbeitnehmende, die sich wohl bei einem Arbeitgeber fühlen, sprechen auch darüber in ihrem Umfeld. Das kann bei Personen, die derzeit nach einem neuen Job suchen, den Wunsch auslösen, sich bei Deinem Unternehmen zu bewerben. Damit sammelst Du Pluspunkte für Dein Recruiting. Hättest Du gedacht, welchen weitreichenden Effekt schon ein paar Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung haben?

Bildquelle: Cottonbro| pexels.com; geralt | pixabay.com

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