Elternschaft bleibt vor allem für Frauen ein Karriereknick
Aktuelle Daten zeigen: Elternschaft wirkt sich auf die Erwerbsbiografien von Frauen und Männern sehr unterschiedlich aus. Laut Mikrozensus arbeiteten im Jahr 2025 74,4 % der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter sechs Jahren in Teilzeit – bei Vätern waren es lediglich 8,7 %.
Gleichzeitig übernehmen laut HiBob 57 % der Frauen überwiegend die unbezahlte Care-Arbeit, gegenüber 23 % der Männer. Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung der Universitäten Bremen und Oldenburg zeigt zudem, dass Mutterschaft auch die inhaltliche Qualität der Arbeit beeinflussen kann: Nach der Geburt übernehmen Frauen teilweise weniger komplexe und damit karriereförderliche Tätigkeiten. Besonders betroffen sind Frauen, die ihre Arbeitszeit reduzieren.
Dass diese Lebensphase auch aus Unternehmenssicht ein Karriererisiko darstellt, zeigt eine aktuelle Mercer-Studie: 51 % der befragten Unternehmen bewerten Familienplanung, Schwangerschaft oder Elternzeit als Karriererisiko.
Frauenpower im Job: Eine Einführung.
Kommentar: Ahnung haben wir – Meinung auch!
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Ich würde gerne zynisch lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Leute! Wir leben im Jahr 2026. Sollte es da nicht absolut selbstverständlich sein, dass wir eine Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt erreicht haben? Es kann doch nicht sein, dass Frauen im „gebärfähigen Alter“ noch immer bibbern müssen, ob sie ihre Stelle behalten, wenn sie Kinder in die Welt setzen. Allein schon dieser Begriff – gebärfähiges Alter! Wir sind doch mehr als das, also bitte. Bei mir ist es zum Glück anders gekommen – ich bin Mutter, war in Elternzeit und bin überglücklich, wieder meiner Erwerbsarbeit nachgehen zu können. Weil mich das erfüllt und ich den besten Arbeitgeber der Welt habe. Und nein, das sage ich nicht nur, das ist so.
Allerdings gibt es genug junge Frauen da draußen, die trotz großartiger Qualifikationen nicht eingestellt werden oder nach der Elternzeit keine Karrierechancen bekommen. Warum? „Naja, die wird eh bald schwanger!“, „Die fällt eh bald aus!“ Oder: „Jetzt isse Mutter, da hat sie andere Sachen im Hirn als Karriereplanung.“ Ääähm Entschuldigung? Das Thema ist privat und hat niemanden, absolut niemanden was anzugehen! Hand aufs Herz: Wer von den Männern musste sich schon mit Fragen wie „Und haben Sie eine Familie geplant?“ oder „Ist die Kinderbetreuung gesichert?“ herumschlagen?
Kein Mensch ist frei von unbewussten Vorurteilen. Auch ich nicht, die meines Erachtens immer versucht, das große Ganze zu sehen. Warum ist es in den Köpfen noch so zementiert, dass eine junge Frau „bald in Elternzeit geht“? Warum nur bei den Frauen? Warum nicht bei den Männern? Es muss endlich in den Köpfen ankommen, dass Väter genauso gut in Elternzeit gehen können, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Das ist ihr gutes Recht – und auch ihre Pflicht. Das würde definitiv für mehr Chancengleichheit sorgen, von der alle profitieren würden.
Vanessa Kammler
Die Bedeutung von Female Recruiting für Dein Unternehmen
Warum Frauen eine wertvolle Bereicherung für das Team sind
Frauen bringen nicht nur Diversität und neue Perspektiven ein, sondern auch eine andere Art der Kommunikation und Zusammenarbeit. Frauen haben oft andere soziale und emotionale Kompetenzen.
Studien zeigen zudem, dass gemischte Teams in Unternehmen erfolgreicher sind als homogene Teams, weil sie einander ergänzen. Frauen können also einen wichtigen Beitrag leisten, um den Erfolg eines Unternehmens zu steigern. Unternehmen sollten sich deshalb aktiv bemühen, Frauen einzustellen und ihnen die gleichen Karrieremöglichkeiten wie Männern bieten.
Eine inklusive Unternehmenskultur ist sowohl für den Geschäftserfolg als auch das Employer Branding von entscheidender Bedeutung. Wenn Unternehmen gezielt nach qualifizierten Frauen suchen und diese einstellen, signalisiert dies auch nach außen, dass das Unternehmen vielfältig und inklusiv ist – eine wichtige Botschaft im heutigen Arbeitsmarkt. Es geht nicht nur darum, eine Quote zu erfüllen oder politisch korrekt zu sein – es geht darum, das Beste aus dem gesamten Talentpool herauszuholen und alle Mitarbeiter*innen zum Erfolg des Unternehmens beizutragen zu lassen. Vor allem die Generation Z legt großen Wert auf Unternehmenswerte und den Purpose. Das solltest Du definitiv im Hinterkopf behalten!
@raven51ag Das bringt Dir Female Recruiting! 👩💼💪 | #raven51 #recruiting #office ♬ I Can Feel It (Christmas Instrumental) - Nick Sena and Danny Echevarria
Die Rolle der Vielfalt und Inklusion bei Female Recruiting
Best Practices für erfolgreiches Female Recruiting
#1 Es beginnt mit dem Stellentitel
#2 Verzichte auf Gender Codes
Der Hintergrund: Es gibt bestimmte Ausdrücke, mit denen sich Stelleninserat-Leserinnen stärker identifizieren als mit anderen. Das hängt mit der eigenen Selbstwahrnehmung zusammen. Während sich Männer in der Tendenz als entscheidungsfreudig und durchsetzungsstark bewerten, sehen sich Frauen eher als vermittelnd, kommunikativ oder verständnisvoll an. Expert*innen sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten Gender Codes. Jetzt denkst Du vielleicht: „Oh Mann! Wie klischeehaft ist das denn!?!“
Aber von wegen! Das Ganze wurde schon mehrfach intensiv untersucht. Eine Eye-Tracking-Studie des Stellenportals jobware konnte belegen, dass Frauen und Männer bei der Lektüre von Online-Stellanzeigen auf völlig unterschiedliche Aspekte achten. Männer lesen sich vor allem das Unternehmensprofil durch und checken: What’s in it for me? Frauen interessieren sich hingegen sehr genau für das Anforderungsprofil und die Qualifikationen und gleichen ab: Passe ich zu dem Job und er zu mir?
Wir haben unten eine Liste mit passenden Gender Codes für Dich verlinkt.
#3 Nenne realistische Anforderungen
#4 Nutze eine vielseitige Bildsprache
#5 Familienfreundlichkeit bleibt relevant
- Flexible Arbeitszeiten
- Work Life Balance Angebote
- Homeoffice
- Kinderbetreuungsangebote
- Teilzeitarbeit
- Gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit (auch wenn es traurig ist, dass wir das sagen müssen)
Letztendlich profitieren alle davon: Dein Unternehmen gewinnt qualifizierte Fachkräfte hinzu und fördert eine inklusive Kultur; Frauen haben mehr Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung im Job; Und auch Kunden profitieren – sie erhalten Produkte oder Dienstleistungen aus verschiedenen Perspektiven heraus gedacht.
Erfolgsstories: Unternehmen, die auf Female Recruiting setzen
Die Herausforderungen beim Implementieren von Female Recruiting Strategien
Fazit:
Weibliche Power im Job – ein Gewinn für alle
Weibliche Power im Job ist ein Gewinn für alle, denn Frauen bringen eine Vielzahl von Fähigkeiten und Perspektiven mit, die sich positiv auf das Unternehmen auswirken können. Indem Unternehmen gezielt auf Female Recruiting setzen, können sie sicherstellen, dass sie von dieser Vielfalt profitieren.
Erfolgsstories zeigen deutlich: Unternehmen, die auf Female Recruiting setzen, haben einen klaren Vorteil am Markt! Es ist daher sinnvoll, Best Practices für erfolgreiches Female Recruiting umzusetzen – beispielsweise gezieltes Anwerben von Frauen auf Jobmessen und Karriere-Events, die Schaffung flexibler Arbeitsmodelle oder das Angebot von Weiterbildungsprogrammen für Mitarbeiterinnen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es auch Herausforderungen beim Implementieren von Female Recruiting Strategien gibt. Unternehmen müssen sich bewusst sein, dass ein Umdenken in der Unternehmenskultur notwendig ist und dies Zeit braucht.
Insgesamt kann man sagen: Weibliche Power im Job ist ein Gewinn für alle. Indem Unternehmen gezielt auf Female Recruiting setzen und Frauen eine Chance geben, können sie ihre Teams diverser gestalten und somit erfolgreicher werden. Es ist an der Zeit, die Potenziale weiblicher Mitarbeiterinnen vollständig zu nutzen!
Bildquelle: KI-generiert
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FAQs zu Female Recruiting
Ist Female Recruiting rechtlich erlaubt?
Ja, Unternehmen dürfen Maßnahmen ergreifen, um mehr Frauen anzusprechen und ihre Chancengleichheit im Recruiting zu verbessern. Allerdings müssen insbesondere Stellenanzeigen und Auswahlverfahren die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) beachten. Eine gezielte Ansprache weiblicher Talente bedeutet daher nicht automatisch, dass männliche Bewerber aufgrund ihres Geschlechts ausgeschlossen werden dürfen.
Welche Recruiting-Kanäle eignen sich besonders für Female Recruiting?
Neben klassischen Jobbörsen können Unternehmen beispielsweise berufliche Frauennetzwerke, Hochschulkooperationen, Karriereveranstaltungen, Social Recruiting und Active Sourcing nutzen. Welcher Kanal am besten funktioniert, hängt unter anderem von Zielgruppe, Branche, Beruf und Karrierestufe ab. Entscheidend ist deshalb weniger ein bestimmter Kanal als eine zielgruppengerechte Kombination verschiedener Recruiting-Maßnahmen.
Wie lässt sich der Erfolg von Female Recruiting messen?
Unternehmen können beispielsweise den Frauenanteil unter Bewerbungen, Einladungen und Einstellungen, die Conversion Rate einzelner Recruiting-Kanäle sowie die Entwicklung des Frauenanteils auf unterschiedlichen Hierarchieebenen messen. Auch Retention, Beförderungsquoten und die durchschnittliche Verweildauer können zeigen, ob Frauen nicht nur gewonnen, sondern langfristig im Unternehmen gehalten werden.
Was ist der Unterschied zwischen Female Recruiting und Diversity Recruiting?
Female Recruiting konzentriert sich speziell darauf, Frauen im Recruiting besser zu erreichen und bestehende Barrieren abzubauen. Diversity Recruiting ist breiter gefasst und verfolgt das Ziel, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und Hintergründe im Recruiting angemessen zu berücksichtigen. Female Recruiting kann damit Bestandteil einer übergeordneten Diversity-Recruiting-Strategie sein.
Für welche Branchen ist Female Recruiting besonders relevant?
Grundsätzlich kann Female Recruiting in jeder Branche sinnvoll sein. Besonders relevant ist es jedoch dort, wo Frauen bislang deutlich unterrepräsentiert sind – beispielsweise in Teilen der IT, Technik, Industrie oder in bestimmten Führungspositionen. Hier können Unternehmen durch eine gezieltere Ansprache zusätzliche Teile des Talentmarkts erschließen.
Wie unterscheidet sich Female Recruiting von Frauenförderung?
Female Recruiting setzt vor allem bei der Gewinnung und Einstellung weiblicher Talente an. Frauenförderung beginnt beziehungsweise wirkt dagegen verstärkt innerhalb des Unternehmens und umfasst beispielsweise Mentoring, Weiterbildungen, Leadership-Programme, Netzwerke oder Maßnahmen zur Karriereentwicklung. Im Idealfall greifen beide Ansätze ineinander: Unternehmen gewinnen qualifizierte Frauen und schaffen anschließend Bedingungen, unter denen sie sich langfristig entwickeln können.