Stellenanzeigen im Metaversum:
Die Zukunft des Jobinserats

Mit unserer Spürnase für aktuelle Trends und Themen sind wir jüngst bei LinkedIn auf eine spannende Diskussion gestoßen: Wie sieht eigentlich die Zukunft der Stellenanzeige aus? Und zwar im Metaversum. Gibt es das Jobinserat auch in einer rein virtuellen Welt noch? Oder stirbt es aus? Wir sagen: Die Stellenanzeige bleibt. Und in diesem Text erfährst Du auch, warum.

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Die Stellenanzeige in 2022 – ein unverzichtbares Recruiting-Tool

Das Posting, das unsere Aufmerksamkeit so sehr erregte, drehte sich ganz ursprünglich um die Stellenanzeige im Hier und Jetzt. Darin hieß es: „Schon mehrfach wurde ihr Ableben prophezeit. Aber das Recruiting-Urgestein zeigt’s mal wieder allen. Das Jobinserat hält sich nicht nur seit Jahrzehnten wacker als Recruiting-Tool. Es blüht sogar gerade wieder auf. Wer heute nach einem Job sucht, schaut sich in 71,2 Prozent der Fälle erstmal ein Jobinserat an.“ Die Zahl stammt aus einer Studie des Trendence Instituts.

Erste Likes und Reaktionen auf das Posting ließen nicht lange auf sich warten. Darunter ein besonders spannender Kommentar, der eine interessante Frage ansprach: Wie wird das Jobinserat wohl in der Zukunft aussehen? Zum Beispiel, wenn wir alle im Metaversum arbeiten. „Hä? Meta-was?“ Falls Du jetzt genau diesen Gedanken im Kopf hast, helfen wir Dir gerne auf die Sprünge. Was ist das Metaversum? Sobald wir diese Frage geklärt haben, sagen wir Dir, wie wir uns die Zukunft der Stellenanzeige im Metaversum vorstellen.

Was ist das Metaversum?

Mit dem Thema haben wir uns schon mal in einem anderen Artikel ausführlicher beschäftigt. Daher hier nur nochmal kurz und knapp: Unter dem Metaversum ist eine rein virtuelle Welt zu verstehen, in die wir als Avatare mittels Virtual-Reality-Brille eintauchen.

Hier treffen wir uns zum Beispiel mit Freunden, die weit entfernt wohnen. Oder wir trainieren für den nächsten Marathon und laufen eine Strecke auf der virtuellen Champs Élysées, während wir uns physisch zuhause auf dem Laufband befinden.

Das Metaversum ist aber nicht nur der Ort für Sport, Spaß und Fun. Es bietet uns auch den Raum zur virtuellen Zusammenarbeit. Damit gehört zum Beispiel das für uns eher anstrengende zweidimensionale Erlebnis einer Videokonferenz der Vergangenheit an. Wenn wir uns mit Kolleg*innen vernetzen wollen, betreten wir, oder besser gesagt, unsere Avatare dreidimensionale Meetingräume in einer digitalen Welt. Hier sitzen wir mit den virtuellen Abbildern unserer Kolleginnen und Kollegen an einem Tisch und tauschen uns aus.

Leben und Arbeiten im Metaversum

Der Vorteil: Das Erlebnis ist plastischer als in einer Videokonferenz. Endlich schaut man sich wieder direkt an. Statt, wie in Teams, Zoom und Co., aneinander vorbei. Endlich hat man wieder das Gefühl, mittendrin zu sein, statt ein Betrachter von außen, der von zig Augenpaaren auf seinem Bildschirm gleichzeitig angestarrt wird. Es ist sehr wahrscheinlich, dass im Metaversum ein deutlich intensiverer Austausch als in einem Videocall stattfindet.

Somit könnte das Metaversum für virtuelle Teams eine gute Erweiterung der aktuellen Arbeitssituation sein. Es bietet ihnen die Möglichkeit, einen Arbeitsalltag zu simulieren, der dem in einem echten Büro ziemlich nahekommt. Inklusive Smalltalk auf dem Flur, gemeinsamen Kantinengängen und Spaziergängen an der frischen virtuellen Luft. Denn im Metaversum sind ganze Bürokomplexe digital nachempfunden. So kommt nicht mehr das Gefühl auf, allein und abgeschottet von seinen Kolleginnen und Kolleginnen vor sich hinzuwerkeln.

Wann wird das Metaversum Realität?

Okay, damit solltest Du eine erste Vorstellung davon haben, welche Potenziale das Metaversum bietet. Wann das Ganze real wird? Das ist nicht zu sagen. Aber der Facebook-Konzern bastelt gerade auf Hochtouren an einer virtuellen Welt. Er nimmt das Projekt sogar so ernst, dass er sich zu einer Umfirmierung hat hinreißen lassen. Der Konzern heißt jetzt „Meta“.

Und Facebook, Verzeihung Meta, ist nicht das einzige Unternehmen, das an der Thematik feilt. Daher stellt sich Personalmarketern durchaus schon jetzt die Frage: Wie könnte Recruiting im Metaversum funktionieren? Oder genauer: Wie passt unser Recruiting-Dino, die Stellenanzeige, in die schöne neue virtuelle Welt? Wir hätten da ein paar Ideen.

Recruiting im Metaversum

Wir gehen davon aus, dass die Stellenanzeige im Metaversum eine echte Überlebens­chance hat. Denn auch in einer rein digitalen Welt brauchen Stellensuchende eine Informationsquelle, in der die wichtigsten Fakten zu einem Job übersichtlich abrufbar sind. Das ist wird sich nicht ändern. Aber natürlich wird sich die Stellenanzeige weiterentwickeln. Mit dem, wie wir es heute kennen, wird das Jobinserat im Metaversum nicht mehr viel zu tun haben.

In einer virtuellen 3D-Welt wird zumindest die Premiumversion von Jobinseraten nicht mehr zweidimensional sein. Wahrscheinlich wird sie zusätzlich interaktive Elemente enthalten. Videos zum Beispiel, die zu einem virtuellen Unternehmensrundgang einladen. Mit dem Unterschied zu heutigen Clips, dass Talente sich diese nicht in 2D anschauen. Im Metaversum können sie diese regelrecht betreten und im Unternehmen umhergehen.

Hinzu kommen verschiedenste 3D-Videosequenzen, in denen Bewerbende Vorgesetzte sowie Kolleginnen und Kollegen sehr lebensecht kennenlernen können. Dazu betreten sie einen virtuellen Meetingraum, setzen sich den potenziellen Vorgesetzten gegenüber und dann startet die Aufnahme. Danach schließt sich der Video-Funnel wieder. Ebenso wird es die Möglichkeit geben, unkompliziert die zuständigen Recruiter*innen zu kontaktieren, falls es noch Fragen gibt. Per Audio- oder Video-Call oder eben direkt in einem virtuellen Meetingraum im Metaversum.

Wo werden Stellenanzeigen im Metaversum ausgespielt?

Doch wo und wie werden diese interaktiven Stellenanzeigen ausgespielt? Zum Beispiel, wenn Jobsuchende durchs Metaversum laufen. Von jedem Unternehmen, an dem sie vorbeikommen, werden automatisch offene Stellen angezeigt, die zum ihrem Profil passen. Diese ploppen als kleines Infofenster auf. Man kann sie entweder direkt aufrufen oder sie für eine spätere Ansicht bookmarken. Außerdem wird es noch weitere Active Sourcing-Funktionen geben, von denen wir uns noch gar keine Vorstellung machen.

Im Metaversum könnte es auch weiterhin Platz für klassische Jobbörsen geben. Donnie Dinch, ein Vordenker des Metaverse, beschreibt es in einem Podcast so: „Das Metaverse muss kein (rein) dreidimensionaler Ort sein, das wird sicher ein Teil davon sein. Es ist mehr eine Verbindung zwischen Services, die wir teilweise heute schon nutzen. Es ist das verbindende Element.“

Wechsel zwischen 2D- und 3D-Welt

Es ist also sehr gut möglich, dass wir im Metaversum zwischen verschiedenen Ansichten hin und her switchen. Zwischen der 3D-Welt, in der Avatare herumwuseln und der Welt der Internet-Dienstleistungen in 2D. Hier können wir auf Stellenportalen oder Businessnetzwerken klassisch nach Jobs suchen. Haben wir in der Suchübersicht eines Jobportals ein Jobinserat gefunden, das uns interessiert, rufen wir es auf und tauchen via VR-Brille in die eben beschriebene 3D-Welt der Jobinserate 5.0 ein. Irgendwie freaky, aber auch gleichzeitig spannend.

Was denkst Du? Wohin entwickelt sich das Recruiting? Diskutiere mit uns gerne darüber auf Facebook oder LinkedIN. Wir freuen uns auf den Austausch!

Bildquelle: xresch | pixabay.com; julien Tromeur | unsplash.com

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