Wechselwilligkeit so hoch wie nie: Jetzt aber schnell raus aus der Recruitingkomfortzone

Achtung! Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Durchsage: Arbeitskräfte in Sicht! Es gab noch nie so viele Wechselwillige wie in diesem Jahr. Jetzt gilt es zu handeln und Recruiting-Strategien auszuarbeiten, mit denen Du diese Kandidat*innen erreichst. Auch wenn das bedeutet, dass Du als Recruiter hier und da die eigene Komfortzone verlassen musst …

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Arbeitsmarkt der Wechselwilligen

Die Pandemie hat in der Arbeitswelt Spuren hinterlassen. Das Arbeiten unter Corona-Bedingungen war für viele extrem anstrengend. Dauernd neue Regeln, dauernd neue Arbeitsbedingungen – von analog über remote bis hin zu hybrid. Puh, bei diesem Tempo konnte einem schon mal die Luft wegbleiben. Dieses Hin und Her nervte viele Arbeitnehmende offensichtlich so gewaltig, dass es Lust auf eine berufliche Veränderung weckte: Vielleicht ist es ja bei einem anderen Arbeitgeber besser? Das ist vielleicht nicht ganz logisch, denn in anderen Unternehmen stand und steht dieses Vor und Zurück ja auch an der Tagesordnung. Aber Gefühle sind nicht immer logisch. Vielleicht ist dieser Gedankengang also wirklich der Grund dafür, warum die Wechselwilligkeit vieler Arbeitnehmender so urplötzlich ein Rekordniveau erreicht hat. 48 Prozent der Beschäftigten interessieren sich derzeit nämlich für einen Arbeitgeberwechsel. So viele waren es bei der EY-Jobstudie, die das Beratungsunternehmen Ernst & Young seit 2015 erhebt, noch nie. Demnach wären 31 Prozent der Befragten nicht abgeneigt, ihren Job direkt zu wechseln, sollte sich eine Gelegenheit ergeben. Aktiv nach einer neuen Arbeitsstelle suchen aber nur drei Prozent, 14 Prozent tun dies gelegentlich. Der große Rest ist passiv suchend. Das heißt, er schnappt zu, wenn ihm die passende Jobgelegenheit vor die Füße purzelt.

Sag‘ Deiner Recruitingkomfortzone leise Servus

Was heißt das jetzt für Dich als Recruiter*in? Zum einen: Es gibt viele Arbeitnehmende, die Du leichter denn je von Deinem Unternehmen überzeugen kannst. Allerdings brauchst Du dafür eine Recruitingstrategie, mit der Du noch stärker die Zielgruppe der Wechselbereiten erreichst. Es gibt Techniken, mit denen das sehr effektiv funktioniert. Allerdings bedeutet das für Dich, dass Du raus musst aus Deiner kuscheligen Recruitingkomfortzone, falls diese in erster Linie aus der Anzeigenschaltung auf Jobbörsen besteht. Hier erwischst Du passive Kandidaten nämlich nicht.

Wo Du sie umso besser erreichst: Auf Sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. Hierüber kannst Du Stelleninserate genau an Deine Zielgruppe ausspielen lassen, sowohl an Personen, die aktiv auf Jobsuche sind als auch an passive Talente. Mission accomplished.

Zapfe das Displaynetzwerk von Google an

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, Deine Reichweite gegenüber passiven Kandidat*innen zu erhöhen: Schalte Deine Jobanzeige in den Weiten des World Wide Web. Niemand Geringeres als Suchmaschinengigant Google kann Dir dabei behilflich sein. Google verfügt über ein so genanntes Displaynetzwerk, das sind Partnerseiten unterschiedlichster Coleur – News, Blogs, Shops und, und, und. Diese Portale stellen Bannerplätze zur Verfügung, die über ein Tool von Google mit einer Anzeige bestückt werden können. Auch hier kannst Du Deine Jobanzeigen schalten. Und genauso wie auf den Sozialen Netzwerken werden Deine Stelleninserate dann genau den Personen angezeigt, die perfekt zu Deiner Zielgruppe passen – aktiv und passiv suchend. Wieder erreichst Du alle.

Bedenke die Vorselektion von Talenten neu

Aber machen wir uns nichts vor. So passgenau Deine Anzeigen über Social Media oder das WWW auch an potenzielle Kandidat*innen gestreut werden – eines solltest Du Dir abschminken: Dass sich auf Deine Stellenanzeigen ein Perfect Match nach dem anderen bewirbt. Denn Perfect Matches in großer Zahl gibt der Arbeitsmarkt derzeit einfach nicht her. Unser Tipp: Verlasse daher auch bei der Vorselektion von Talenten Deine Recruiting­komfortzone und breche mit alten Gewohnheiten. Sprich: Erweitere Deinen Blick und lasse neue Personengruppen ins Unternehmen. Prüfe zum Beispiel, ob die Quereinsteigerin, die sich neulich beworben hat, über Skills verfügt, die man in Deinem Unternehmen gut brauchen kann. Oder lege die Bewerbungen von Frauen, die gerade Mutter geworden sind, nicht vorschnell auf Ablagestapel P. Ja, richtig. Diese wollen diese nicht in Vollzeit arbeiten. Aber Du hast keine Vorstellung davon, welche Managementfähigkeiten Frauen mit einem kleinen Kind entwickeln. Das kann für ein Unternehmen Gold wert sein. Auch ältere Arbeitnehmende, Personen aus anderen Kulturen oder Menschen mit Behinderung sollten künftig zu deinem Inner-Recruiting-Zirkel gehören. Du wirst sehen: So vergrößerst Du Deinen Bewerbendenkreis immens.

Trage Deiner neuen Recruitingstrategie in Deiner Personalentwicklung Rechnung

Wenn Du künftig vielfältigere Gesellschaftsgruppen einstellst, ist das aber auch in anderer Hinsicht für Dein Unternehmen sehr gut, weil Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund oft sehr kreative Ideen entwickeln. Sie denken anders, schätzen Dinge anders ein und so fallen Ergebnisse oft facettenreicher aus. Andererseits sind diese Personen ihren Persönlichkeitsstrukturen natürlich auch recht unterschiedlich gestrickt. Umso wichtiger ist es, ihnen fortlaufende Teambuildingmaßnahmen anzubieten, damit sie besser zusammenfinden. 

Und falls sich wirklich der ein oder andere Quereinsteiger unter Deinen New Hires befindet, solltest Du überdies passgenaue Weiterbildungsangebote unterbreiten, damit dieser sukzessive in dem neuen Arbeitsumfeld ankommt. Besser noch: Etabliere eine Lernkultur fürs ganze Unternehmen. Wissen veraltet heute ja eh so schnell… 

 

Fazit

Es kommen ein paar To Do’s Dich zu: 

  • Neue Recruitingmethoden etablieren
  • Diversityfreundlichere Auswahlverfahren umsetzen
  • Eine diversere Unternehmens- und Lernkultur aufbauen

Falls Dir das alles ein bisschen viel auf einmal ist: Bei Punkt eins helfen wir Dir gerne. Wir sind ziemlich erfahren, was neue Recruitingmethoden angeht und erledigen die Steuerung gerne für Dich. Dann hast Du mehr Zeit für die anderen Aufgaben. Du wirst sehen: Das wird gut!

 

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Bildquelle: RhondaK Native Florida Folk Artist | unsplash.com, Nick Fewings | unsplash.com

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