Erfahrungen & Bewertungen zu HR monkeys

4 typische No-Gos in Stellen­anzeigen (und wie Du's besser machst)

Bewerber sind knapp, Un­ter­neh­men suchen drin­gend nach neu­en Mit­ar­bei­tern. Dies betrifft nicht nur Fach­kräfte, sondern auch in nahezu allen an­de­ren Bereich­en herrschen Eng­pässe. Doch was tun, wenn Du zwar freie Stellen anzubieten hast, aber keine Be­wer­bun­gen reinkommen?

Petra Hagelgans
Petra Hagelgans
Als angehende M. Sc. Informationswissenschaft unsere Content Managerin Petra Expertin in der Recherche und Aufbereitung von Wissen und Trends der HR-Branche.

Bewerber sind knapp, Un­ter­neh­men suchen drin­gend nach neu­en Mit­ar­bei­tern. Dies betrifft nicht nur Fach­kräfte, sondern auch in nahezu allen an­de­ren Bereich­en herrschen Eng­pässe. Doch was tun, wenn Du zwar freie Stellen anzubieten hast, aber keine Be­wer­bun­gen reinkommen? Oft wirkt das schwierig und sehr abstrakt, aber es gibt einige Faustregeln, die in jedem Fall helfen: Ver­mei­de lange Fließtexte, punkte mit Benefits und ver­schaf­fe dem Interessenten einen ehrlichen und genauen Über­blick über die offene Position. Hast Du dann Interesse geweckt, ver­mei­de einen zu langwierigen und komplizierten Be­wer­bungs­pro­zess. Aber vor allem: Vermeide auf Teufel komm raus die folgenden vier No-Gos!

Ein zu kreativer Stellentitel

Zugegeben – ein Titel wie „Sales Ninja“ oder „Tech­ni­scher Allrounder“ stechen zwar aus der Masse heraus und können in Ver­bin­dung mit einem pfif­fi­gen Text genau die Person anlocken, die Du erreichen willst. Aber Du läufst auch Gefahr, dass Deine An­zei­ge gar nicht erst gefunden wird. Jobsuchmaschinen ar­bei­ten zwar zum Großteil mit einer semantischen Volltextsuche, aber dennoch ist der Stel­len­ti­tel (Title-Tag) das A und O einer gut gerankten Anzeige. Eine suchende Person geht immer von sich selbst aus: „Was bin ich? Welchen Beruf habe ich erlernt?“. Mit einem „Mediengestalter“ finden Dich die Be­wer­ber – mit einem „Kreativen Kopf“ vielleicht nicht.

Unser Tipp: Versetze Dich in die Lage des Suchenden und wähle den Titel nach Aus­bil­dungs­be­ruf oder Studiengang, ver­mei­de dabei den Plural. Im Fließtext ist dann mehr Platz für Kreativität.

Zu lange Fließtexte

Wir alle sind durch Bilder, Videos und Grafiken im Internet verwöhnt: Schnelle und bequeme In­for­ma­tions­be­schaf­fung. Eine ähn­liche Erwartungshaltung haben poten­zielle Bewerber an Deine Stellen­an­zei­ge: Bilder und Videos bringen sprechen den Bewerber unterbewusst an und schaffen Wiedererkennungswert. ­Klar muss man alle In­for­ma­tionen liefern, die der Bewer­ber benötigt, aber reine Fließtexte begeistern niemanden. Strukturiere Deine Stellenanzeige also gut und gib einen klaren Über­blick über Unter­neh­mens­text, Aufgaben, Vo­raus­setz­ung­en, Benefits und Kon­taktaufnahme.

Wichtig  ist, dem Ganzen optisch einen klaren Rahmen zu geben und die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen in Auf­zäh­lungs­punk­te zu setzen. Vermeide außerdem Phrasen: „flache Hierarchien und ein dyna­mi­sches Team“ sind lobenswert, aber relativ nichtssagend. Definieren Sie stattdessen lieber: „Sie arbeiten in einem vierköpfigen Team. Wir sind moti­viert und sprechen offen und ehrlich miteinander.“ Im unteren Teil der Anzeige bietet sich ein Bewer­bungs­button an, über den man schnell und einfach die Unterlagen übermitteln kann.

Unser Tipp: Produziere eigenes Bild- und Video­ma­te­rial! So kann sich ein Interessent einen authen­tischen Eindruck von Deinem Un­ter­neh­men verschaffen. Bleibe auch hierbei unbedingt bei der Wahrheit – ein Firmenprofil, das falsche Tat­sachen vor­gau­kelt, sorgt im Nachhinein für Enttäuschung.

Keine individuellen Mehrwerte

In den meisten Branchen sind mehr freie Stellen zu besetzen als Bewer­ber vorhanden. Nutze die Chance, Dein Un­ter­neh­men vor­zu­stel­len. Scheue Dich also nicht, her­vor­zu­he­ben, was Deine Firma be­son­ders macht und warum sich der- oder die­je­ni­ge genau Dir be­wer­ben sollte. Gib Dir Mühe um Nachwuchstalente und biete attraktive Benefits wie zu Beispiel:

Unser Tipp: Seien bei Deinem Angebot und der Un­ter­neh­mens­vor­stel­lung so genau wie möglich und bleibe ehrlich. Wirb nicht mit falschen Versprechungen. Wenn ein Bewerber sich dann nicht ange­sprochen fühlt, verzichtet er von vorneherein auf die Be­wer­bung – das spart beiden Seiten Zeit.

Missachtung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)

Das AGG soll Benachteiligungen im Arbeitsleben vermeiden. Hierbei geht es im Einzelnen um:

  • Die ethnische Herkunft
  • Die Rasse
  • Die Religion
  • Das Geschlecht
  • Das Alter
  • Die sexuelle Identität
  • Die Weltanschauung

Während unsere anderen Gründe „ledig­lich“ zu einer schlechteren Auffindbarkeit oder weniger Bewerbungen führen, kann eine Nichteinhaltung des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setzes schwere recht­liche Konsequenzen haben. Auch von einschränkenden Formulierungen wie „Sie haben 5-10 Jahre Berufserfahrung“ raten wir dringend ab. Besser: „Sie können min­des­tens 5 Jahre Berufserfahrung vorweisen“ – so wird deutlich, dass der Bewerber zwar Erfahrung mitbringen muss, aber die Jahre werden nicht ein- und ein „älterer“ Kandidat nicht ausgegrenzt. Ebenfalls eine beliebte, aber heikle Formulierung: „Deutsch als Mutter­sprache“. Damit grenzt Du automatisch sehr viele ge­eig­ne­te Kandi­daten aus. Sage lieber „Deutsch auf Muttersprach­niveau“.

Unser Tipp: Das AGG ist ein diffiziles und weit­rei­chen­des Gebiet, bei dem man sehr sorg­sam vor­ge­hen muss. Vermeide bedenkliche For­mu­lie­run­gen, im Zweifel lasse vorab Deine Anzeige juristisch prüfen oder beauftrage eine erfahrene Personalmarketing-Agentur, die Dich bei der Schaltung von Stellenanzeigen unterstützt und berät.

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on email
Share on print

Oder melde Dich direkt bei uns:
mail@hr-monkeys.de

Wir freuen uns auf Deinen Anruf! Erreichbar sind wir von Montag bis Freitag, 8.30 bis 17.00 Uhr unter:

Fragen? Interesse?​

Rufe einfach an oder schreib' uns! Florian und sein Team beraten Dich gerne.

Oder sollen wir uns lieber bei Dir melden?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on email
Share on print