Neue Lernformen: Wie lernen Mitarbeiter?

Seien wir ehrlich: Lernen genießt bei den meisten von uns kein allzu gutes Image: Zu langweilig, zu komplex, zu zeitaufwändig. Das sind keine guten Aussichten für die Jobwelt. Immerhin gilt lebenslanges Lernen als ein absolutes Muss. Klingt, als hätten wir in Zukunft wenig Spaß in unseren Jobs. Von wegen! Es gibt neue Lernformen, die alles, was wir bislang über das Lernen zu wissen glaubten, komplett auf links drehen. 

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Lebenslanges Lernen gilt im Digitalzeitalter als die neue Geißel der Menschheit. Kein Wunder. Aufgaben verdichten sich zunehmend. Was früher fünf Personen erledigten, übernimmt heute eine. Und das in viel kürzerer Zeit. Wie soll man sich neben diesem Stress bitteschön noch konstant weiterbilden? Keine Sorge: In Zukunft geschieht Lernen eher nebenbei und mit jeder Menge Spaß. Wir stellen Euch die interessantesten Trends vor:

#1 Micro Learning

Micro Learning setzt auf kurze Lerneinheiten. Meist dauert eine Lern-Session kaum länger als eineinhalb Minuten, manchmal auch fünf. Am Ende jeder Einheit steht ein klar definiertes Ziel.

Mikroskop

Klassisch funktioniert Lernen so: Du brütest über Büchern, wälzt Studien und hämmerst Dir massig viele Zahlen, Daten und Fakten in den Kopf. Viele von uns kennen das noch aus der Schule und dem Studium. Und auch das kennen die meisten: Kaum ist die Klausur oder die Prüfung überstanden, rieselt das neu erworbene Wissen auch schon wieder wie Sand aus den Gehirnwindungen heraus. Einfach, weil wir uns mit einer viel zu großen Wissensportion vollgestopft haben, die das Gehirn nicht verarbeiten kann. Also wieder weg damit!

Micro Learning durchbricht diesen Teufelskreis und konzentriert sich auf kurze Einheiten von wenigen Minuten. Geht nicht? Geht sehr wohl! Wir alle praktizieren Micro Learning nämlich längst, ohne es uns bewusst zu machen. Wissen wir nicht weiter, schauen wir uns ein Videotutorial auf YouTube an, befragen Google oder surfen fix bei Wikipedia vorbei. So schließen wir eine Wissenslücke sehr schnell und können die neuen Erkenntnisse direkt umsetzen. Daher ist Micro Learning extrem effektiv.

Unternehmen können ihre Mitarbeiter beim Micro Learning unterstützen, indem sie ihnen die passende Lernumgebung bieten. Eine Lern-App etwa, in der spezifisches berufliches Wissen gespeichert und abgerufen in kleinen Lerneinheiten werden kann. In Form von Blogbeiträgen, Videos, Präsentationen, Webinaren und, und, und. So bleiben Mitarbeiter immer up-to-date und lernen, ohne überhaupt bewusst zu merken, dass sie lernen.  

#2 Gamification

Beim Gamification werden spieltypischer Bestandteile in spielfremde Anwendungen übertragen. Zu den spieltypischen Elementen zählen zum Beispiel Highscores, Ranglisten oder Auszeichnungen.

Denn: Wer spielt, merkt gar nicht, dass er gerade lernt.

Personal hält Play-Station-Controller in der Hand

Noch mehr Spaß und Unbeschwertheit verspricht nur noch Lerntrend Nummer zwei: Gamification. Damit ist die Übertragung von Spielelementen in einen anderen Kontext gemeint. Zum Beispiel in den des beruflichen Lernens.

Positiv daran ist vor allem: Spielen weckt Emotionen. Und Emotionen helfen uns, neue Inhalte besser im Gedächtnis zu verankern. Denn unser Hirn hat vor Urzeiten einmal gelernt: Momente, in denen wir Spaß, Freude oder auch Ängste empfinden, haben etwas zu bedeuten. Damals ging es meist um die Erhaltung der eigenen Art oder darum, Gefahren für Leib und Leben aus dem Weg zu gehen. Entsprechend werden Strategien, die zu positiven oder negativen Emotionen führen, seit jeher besser in unserem Gedächtnis verankert, als die, die uns am Allerwertesten vorbei gehen. Heute sind die Inhalte, die uns bewegen, sicher etwas differenzierter. Das Prinzip ist aber gleichgeblieben.

Aber zurück zum Eigentlichen. Wie kann Gamification im betrieblichen Lernen eingesetzt werden? Zum Beispiel über Wissensquizzes, bei denen betriebliches Wissen spielerisch abgefragt wird. Funktionert digital, aber auch analog. So manches Unternehmen setzt auch auf Challenges, bei denen Teams in einem bestimmten Zeitraum Aufgaben lösen. Wer gewinnt, wird etwa mit einem Incentive belohnt. Hackathons sind zum Beispiel dergestalt aufgebaut. Wieder andere Arbeitgeber setzen digitale Planspiele ein, bei denen verschiedene berufsbezogene Herausforderungen wie in einem Computerspiel simuliert werden und Lösungen gefunden werden müssen.

#3 Lernen über Messenger

WhatsApp, Facebook Messenger, aber auch Threema sind bekannt als Messenger. Darüber lassen sich Nachrichten oder Sprachnachrichten an andere verschicken. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie orts- und zeitunabhängig genutzt werden können.

Mann im Anzug hält Smartphone in der Hand

Es gibt aber noch mehr, was uns das Lernen leichter macht. Wir alle teilen Wissen zum Beispiel über Messenger wie WhatsApp. Aus unserem Alltag ist die App nicht mehr wegzudenken. Im Unternehmensumfeld ist es allerdings kritisch, interne Daten darüber zu verschicken. Das Tool entspricht nämlich so ganz und gar nicht den Bestimmungen des europäischen Datenschutzes. Daher untersagen Arbeitgeber die Nutzung von Messengern in der Regel.

Dabei sind diese so verdammt praktisch, um schnell abteilungs- oder standortüber­greifend Antworten auf offene Fragen zu finden oder neue Erkenntnisse mit anderen zu teilen.  Die Lösung: Es gibt Messengersysteme, die speziell für das berufliche Umfeld gemacht sind. So sind dem informellen Wissensfluss im Betrieb keine Grenzen gesetzt.

#4 Virtual Reality

Virtual Reality (kurz: VR) ist eine computergenerierte Wirklichkeit mit einem 3D-Bild. In vielen Fällen gibt es auch einen Ton dazu. Um VR zu erleben wird eine spezielle Brille benötigt, die aufgesetzt werden muss.

Junger Mann hat eine VR-Brille auf

Jetzt wird’s ein bisschen spacig. Stichwort: Virtual Reality. Die Virtuelle Realität ist nicht nur unter Gamern ein Riesenthema. Auch in der Aus- und Weiterbildung kommt sie langsam an. VR ist eine durch spezielle Hard- und Software erzeugte künstliche Wirklichkeit. Eine spezielle Brille macht computergenerierte Bilder in 3D erlebbar. So lassen sich verschiedene Szenarien sehr realitätsnah üben.

Im Trainingszentrum der Deutschen Bahn heißt es zum Beispiel seit Kurzem: Brille auf und Controller in die Hände. Mit den Geräten trainieren Azubis das Koppeln von Güterwaggons. Außerdem üben sie, Weichen zu stellen oder auch die Reparatur eines ganzen ICE-Stromabnehmers vorzunehmen. Auch Rettungsfachkräfte profitieren von der Virtuellen Realität. Sie können hier prima simulieren, wie sie sich in einem Katastrophenszenario verhalten. Der Vorteil: Sie können alle Handgriffe immer und immer wieder wiederholen. Bei einer echten Übung wäre das nur einmal möglich.

#5 Augmented Reality

Augmented Reality (kurz: AR) ist die computerunterstützte Realitätserweiterung. AR blendet zusätzliche Informationen durch einen Computer ein. Die Informationen werden in einer speziellen AR-Brille oder auf einem mobilen Endgerät zu den jeweiligen Bereichen eingeblendet.

augmented-reality

Wir setzen noch einen drauf! Augmented Reality ist so etwas wie der große Bruder der Virtuellen Realität. Was sie kann, wurde dem Ottonormalverbraucher spätestens bewusst, als das Spiel Pokémon Go hohe Wellen schlug und Teens, Kinder und Erwachsene plötzlich dem Monsterjäger-Fieber erlagen. Die kleinen Monster wurden über eine App direkt in die reale Umgebung eingeblendet. Auf dem Smartphone Display verschmolz beides miteinander.

In AR-Umgebungen existieren also reale und virtuelle Objekte nebeneinander. Das Ganze wird umso realisitischer, wenn eine AR-Brille zum Einsatz kommt. Sie verfügt über ein halbdurchlässiges Display, über das sowohl virtuelle Inhalte als auch reale Objekte zu erkennen sind.

Zur Vermittlung beruflichen Wissens sind viele Anwendungsszenarien denkbar. Mit Augmented Reality lassen sich zum Beispiel Daten von Maschinen direkt für deren Nutzer vor Ort und Stelle visualisieren. Informationen über die Maschine, aber auch Anleitungen zur Reparatur werden direkt an dem Punkt eingeblendet, an dem man sie braucht. In Form von Texten und Bildern oder Animationen.

Schaut Euch dazu das beeindruckende Video von Caterpillar an:

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Die Beispiele zeigen: Lebenslanges Lernen ist alles andere als eine Bürde. Es ist vielfältig, bunt und macht Spaß. Für jeden Lerntyp findet sich die richtige Anwendung. Wir finden: Die Zukunft kann kommen.

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