Was Du von der Personalarbeit in anderen Ländern lernen kannst

Lust auf eine kleine HR-Weltreise? Dann herzlich willkommen bei HR-Monkey-Tours! In wenigen Sekunden startet Deine ganz persönliche Reise, bei der Du Dir aus anderen Nationen eine ganze Menge für Deine Personalarbeit abgucken kannst. Bitte anschnallen. Wir starten … jetzt! 

Vanessa Kurz
Vanessa Kurz
Als B. A. Medienmanagement und M. Sc. International Marketing Management ist Vanessa Expertin in modernen Marketing-Strategien und Zielgruppenansprache.

Wichtige Grundwerte in der Personalarbeit

Willkommen an Bord. Bevor wir unser erstes Ziel im hohen Norden erreichen, noch ein paar Informationen, worum es bei dieser Studienreise geht. Die Idee ist die: Es gibt in der Personalarbeit ein paar wesentliche Grundwerte, die für Bewerber und bestehende Mitarbeiter den Ausschlag dafür geben, ob sie sich bei einem Arbeitgeber wohlfühlen oder eher nicht.

In dem ein oder anderen Bereich sind uns andere Kulturen weit voraus. Wir dachten uns: Warum nicht von ihnen lernen? Offensichtlich haben andere Länder längst Antworten auf Fragen gefunden, die bei uns noch offen sind. 

Kurz zur Info: Unsere Reiseroute folgt den Empfehlungen des global agierenden Hofstede-Instituts. Dieses hat einen Ländervergleich ins Netz gestellt, mit dem sich die Werte und Vorstellungen verschiedener Kulturen per Knopfdruck miteinander vergleichen lassen. Auf dieser Basis haben wir unsere Route rund um den HR-Globus entwickelt. Danke, dass Du Dich für „HR-Monkey-Tours“ entschieden hast.   

Norwegen braucht keine Hierarchien

Unser erster Halt ist Norwegen und steht unter dem Motto „Hierarchiedenken in Deutschland und im hohen Norden“. Überraschung: Im weltweiten Vergleich steht Deutschland gar nicht mal so schlecht da. Tatsächlich ist hierzulande inzwischen ein partizipativer Kommunikations- und Führungsstil üblicher als in vielen anderen Ländern, sagt das Hofstede-Institut. 

Noch besser schneiden nur die Norweger ab. Hier genießen Mitarbeiter die größte Entscheidungsfreiheit im Beruf. Hierarchien gibt es zwar, aber nur auf dem Papier. Im Alltag verfügen Mitarbeiter und Teamleiter über die gleichen Rechte. Vorgesetzte haben ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter, moderieren Prozesse eher, als dass sie sie vorgeben und setzen bei der Entscheidungsfindung auf die Erfahrung ihrer Teammitglieder.

Top! Länder mit einem wenig ausgeprägten Hierarchiedenken sind nämlich ziemlich gut aufgestellt für das, was in der Zukunft kommt. Denn letztlich macht es immer weniger Sinn, in der Arbeitswelt auf Vorgabe und Ordnung zu setzen. Das ist sowas von oldschool! Immerhin kommen in Teams zunehmend Mitarbeiter mit Expertenwissen zusammen, weil Routinejobs langsam wegfallen. Bedeutet: Chefs müssen umdenken. Künftig werden sie ihr Team um Rat fragen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können – nicht mehr umgekehrt.

Einer, der das früh erkannt hatte, war der verstorbene Apple-CEO Steve Jobs. Er verglich seine Rolle im Unternehmen einmal mit der eines Dirigenten: „Musiker spielen Instrumente, ich leite das Orchester.“ Bedeutet: Nur im harmonischen Zusammenklang entsteht Großes und Neues. Vielleicht das Next Big Thing? Wer weiß!

Kollektive Entscheidungen in Guatemala

In der neuen Arbeitswelt haben somit auch Einzelkämpfer immer weniger Platz. Hier sind wir in Deutschland so la la aufgestellt. Der Drang nach der eigenen Selbstverwirklichung genießt hierzulande einen doch recht hohen Stellenwert, wie das Hofstede-Institut vermeldet. 

Das zeigt sich zum Beispiel am Kommunikationsverhalten im Beruf. Zugunsten der eigenen Profilierung wird gerne schonungslos – und vor allen Dingen sehr schnell – kritisiert. Diese Worte kennt und hasst jeder: „Ja, aber…!“ 

Dieses häufige und immer wiederkehrende „Ja, aber…!“ macht allerdings etwas mit uns. Wir reagieren verletzt und die Motivation, Vorschläge zu machen, sinkt. So bleiben viele Ideen unausgesprochen. Das ist nicht nur schade, sondern auch unwirtschaftlich. Vielleicht wäre es ja das Next Big Thing gewesen, dass ungehört verhallt. Wer weiß das schon? 

Um das aber einmal einzuordnen, wo wir in Sachen Einzelkämpfertum stehen, machen wir uns jetzt auf den Weg nach Guatemala in Zentralamerika. Hier ist das genaue Gegenteil angesagt. Niemand widerspricht. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, sich der Meinung anderer anzuschließen. Im geschäftlichen Umfeld bremst auch das Innovationen aus – denn letztlich entsteht so auch kein Meinungs- und Gedankenaustausch, der für neue Ideen eine Grundvoraussetzung ist. 

Was lernen wir also daraus? Die Kunst liegt einerseits darin, Ideen nicht durch zu große Angepasstheit untergehen zu lassen. Andererseits dürfen Innovationen durch eine zu große und zu kritische Diskussionsfreude nicht gleich wieder im Keim erstickt werden. Es kommt also auf die richtige Balance an. Spannend, oder? Freue Dich jetzt auf eine kleine Europarundreise

"Lagom" in Schweden

Kommen wir nun zu einem Thema, das hierzulande im Arbeitsleben und im Recruiting eine zunehmend größere Bedeutung einnimmt: Die Work Life Balance. Die Frage ist doch: Leben wir, um zu arbeiten oder arbeiten wir, um zu leben? 

Hier tut sich ganz offensichtlich was! Deutschland ist nicht mehr die ganz strikte Arbeiternation von früher. Die jüngere Generation Z dreht den Spieß nämlich gerade um. Sie will leben – dafür geht sie arbeiten. Nicht mehr umgekehrt. Jeder fünfte Kandidat der Generation Z tickt so, wie Forscher aus Bamberg in der Studie „Generation Z – die Arbeitnehmer von morgen“ herausgefunden haben. Altersübergreifend würden das hingegen nur 11,3 Prozent der Befragten unterschreiben. Also weniger als die Hälfte. 

Allerdings kollidiert der Wunsch der Jungen im Moment noch, mit unserer laut des Hofstede Instituts doch stark erfolgsorientierten Gesellschaft, die sich nach wie vor über Wettbewerb, Leistung und Erfolg definiert. Hierzulande ziehen Menschen einen großen Teil ihres Selbstwertgefühls aus ihrem Beruf. Hier muss sich etwas ändern, will man die Zettler nicht verprellen.

In unserer nun folgenden Rundreise wird Dir auffallen, dass sich der Score vieler Industrienationen in einem ähnlich hohen Bereich bewegt wie in Deutschland. In England, den USA, Kanada und Italien ist er vergleichbar stark ausgeprägt. Weniger stark dominiert er hingegen in Frankreich, Belgien, in den Niederlanden und Schweden. Das zeigt: Wirtschaftlicher Erfolg ist an Zielstrebigkeit gekoppelt. Aber: Es darf und sollte auch gelebt werden.

Insbesondere von den Schweden kannst Du Dir in diesem Zusammenhang einiges abschauen. Hier besteht ein völlig anderes Verhältnis zu Leben und Arbeit. Anreize wie Freizeitausgleich und flexible Arbeitszeiten und – orte stehen hier im Job ganz oben auf der Agenda. So lässt sich beides unter einen Hut bringen: Beruf und Privates. 

Die ganze schwedische Kultur basiert auf „lagom“, was so viel bedeutet wie: Nicht zu viel, nicht zu wenig, nicht zu auffällig, alles in Maßen. Ein bisschen mehr „lagom“ täte sicher auch hier so mancher Unternehmenskultur gut. Zugunsten einer ausgeglicheneren Work-Life-Balance und dem Gefühl, dass Arbeit sicher wichtig ist, aber nicht wichtiger als alles andere.

Über die Grenzen schauen, um zu lernen!

Die Weltreise mit HR-Monkey-Tours endet hier. Wir hoffen, Du hattest einen angenehmen Aufenthalt in den verschiedenen Ländern und konntest die ein oder andere Inspiration für Deinen Alltag mitnehmen. Wir arbeiten schon an der nächsten Tour und würden uns freuen, Dich wieder an Bord begrüßen zu dürfen. 

Damit Du den Boarding-Termin rechtzeitig erfährst, abonniere gerne unseren HR-Alert. Wir freuen uns, Dich bald wieder begrüßen zu dürfen. 

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