HR-Mitarbeiterin erstellt eine kostenlose Stellenanzeige am Laptop und vergleicht verschiedene Recruiting-Kanäle.Bild: KI-generiert

Kostenlose Stellenanzeigen schalten: Jobbörsen, Möglichkeiten und Grenzen

Neue Mitarbeitende finden, ohne direkt Budget für teure Jobbörsen einzuplanen? Klingt erst einmal ziemlich attraktiv. Tatsächlich gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, kostenlose Stellenanzeigen zu schalten – von kostenfreien Jobbörsen über Aggregatoren bis hin zu weiteren Recruiting-Kanälen. Doch kostenlos heißt nicht automatisch wirkungslos – und genauso wenig automatisch ausreichend. Entscheidend ist, welche Zielgruppe Du erreichen möchtest, wie dringend die Stelle besetzt werden muss und wie sichtbar Dein Jobangebot sein soll.
Recruiting
9 Min.
frau die auf einem whiteboard schreibt

Indeed Unternehmensprofile werden eingeschränkt!​

Das Employer Branding Hub die Bühne deines Indeed Auftritts, Ab dem 23.09.24 werden einige Funktionen der kostenlosen Version abgeschaltet. 

Inhalt

Wo kann man kostenlos Stellenanzeigen schalten?

Kostenlose Stellenanzeigen kannst Du unter anderem über die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit, über kommerzielle Jobbörsen mit kostenlosem Basismodell sowie über Deine eigene Karriere-Website veröffentlichen. Dazu kommen weitere Kanäle, über die Du auf offene Stellen aufmerksam machen kannst. Die Möglichkeiten unterscheiden sich allerdings: Manche Angebote sind dauerhaft ohne Veröffentlichungsgebühr nutzbar, andere begrenzen die Laufzeit oder die Anzahl kostenloser Anzeigen. Nachfolgend geben wir Dir einen Überblick, auf welchen Plattformen Du kostenlos Stellenanzeigen schalten kannst.

#1 Bundesagentur für Arbeit

Die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit gehört zu den dauerhaft kostenfrei nutzbaren Angeboten für Arbeitgeber. Du kannst Stellenangebote über Dein Arbeitgeberkonto veröffentlichen und damit eine sehr breite Zielgruppe ansprechen. Spannend ist der Kanal vor allem, wenn Du eine breite oder regional orientierte Zielgruppe erreichen möchtest – beispielsweise für Ausbildungsplätze, gewerbliche Tätigkeiten, kaufmännische Positionen oder klassische Fachkräfteprofile. Da keine Mediakosten für die Veröffentlichung anfallen, eignet sich die Plattform außerdem gut als Basisbaustein in Deinem Recruiting-Mix.

Die Grenze liegt allerdings in der aktiven Reichweitensteuerung: Eine veröffentlichte Stellenanzeige erreicht nicht automatisch genügend passende Kandidat*innen. Gerade bei schwer zu besetzenden Positionen, sehr spezialisierten Profilen oder hohem Wettbewerb kann es deshalb sinnvoll sein, zusätzliche Jobbörsen oder Recruiting-Kampagnen einzusetzen.

#2 Indeed

Auch der Jobcrawler Indeed bietet ein kostenloses Basismodell. Hier kannst Du aktuell bis zu drei Stellenanzeigen pro Kalendermonat direkt kostenlos veröffentlichen. Die Anzeigen bleiben jeweils bis zu 30 Tage sichtbar. Allerdings gelten Qualitätsstandards und weitere Einschränkungen. Bei bestimmten Stellen kann Indeed eine kostenpflichtige Schaltung verlangen. Wer mehr Reichweite benötigt, kann die Anzeige zusätzlich als Sponsored Job bewerben.

#3 LinkedIn

Auch auf LinkedIn kannst Du grundsätzlich eine Stelle kostenlos veröffentlichen. Allerdings ist das Modell deutlich begrenzt: Es kann jeweils nur eine kostenlose Stellenanzeige aktiv sein, sie wird nach spätestens 14 Tagen pausiert und hat in der Regel ein Bewerbungslimit von etwa 10 bis 30 Bewerbungen. Zusätzlich nimmt ihre Sichtbarkeit mit der Zeit ab. Für einzelne Fach- oder Bürojobs kann das trotzdem eine interessante Ergänzung sein – vor allem, wenn Deine Zielgruppe ohnehin auf LinkedIn unterwegs ist.

#4 Eigene Karriere-Website und Google for Jobs

Auf Deiner eigenen Karriere-Website behältst Du die volle Kontrolle über Inhalte, die Darstellung Deines Unternehmens und den Bewerbungsprozess. Hier entstehen zwar Kosten für Betrieb und Pflege, für jede einzelne Veröffentlichung fällt aber nicht automatisch eine zusätzliche Anzeigengebühr an.

Damit Kandidat*innen die Stelle finden, braucht die Seite allerdings Besucher*innen. Eine Möglichkeit für zusätzliche Sichtbarkeit ist Google for Jobs. Das Angebot bündelt Stellenanzeigen aus verschiedenen Quellen direkt in der Google-Suche.

Unternehmen können dort nicht einfach manuell eine Anzeige hochladen. Ein möglicher Weg führt über die eigene Karriere-Website: Die einzelnen Stellenangebote werden mit strukturierten Daten ausgezeichnet, die Google beispielsweise Jobtitel, Arbeitsort und Arbeitgeber mitteilen. Die technische Umsetzung sollte Dein Website-Team oder Dienstleister prüfen. Eine Aufnahme in die Jobsuche ist damit nicht garantiert.

#5 Social Media und Mitarbeiterempfehlungen

Und dann wären da noch Deine Social-Media-Profile, Unternehmensnetzwerke oder Mitarbeiterempfehlungen. Sie ersetzen nicht zwingend eine Jobbörse, können eine Stellenanzeige aber zusätzlich sichtbar machen. Ein Beitrag über die offene Stelle kann Menschen erreichen, die Deinem Unternehmen bereits folgen. Mitarbeiter*innen können das Angebot in ihrem Netzwerk teilen oder passende Personen direkt darauf aufmerksam machen. Wichtig: Verlinke möglichst auf die konkrete Stelle. Wer sich erst durch Deine Website klicken muss, um den erwähnten Job zu finden, ist womöglich schnell wieder weg. 

Wie kann man Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen?

Wenn Du Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen möchtest, solltest Du nicht einfach irgendeinen Gratis-Kanal wählen und auf Bewerbungen hoffen. Entscheidend ist, dass Anzeige, Plattform und Bewerbungsweg zusammenpassen. So gehst Du vor: 

#1 Bereite eine klare Stellenanzeige vor

Am Anfang steht eine klar formulierte Stellenanzeige. Besonders wichtig ist ein verständlicher Jobtitel, nach dem Kandidat*innen tatsächlich suchen. Interne Bezeichnungen, Abkürzungen oder besonders kreative Titel können zwar charmant wirken, helfen aber wenig, wenn niemand danach sucht. Dazu gehören ein eindeutiger Standort, die wichtigsten Aufgaben und Anforderungen sowie konkrete Informationen zu Arbeitsmodell, Gehalt oder Benefits, sofern vorhanden.

#2 Wähle den passenden Kanal und prüfe die Bedingungen

Im nächsten Schritt wählst Du den passenden kostenlosen Recruiting-Kanal. Welche Plattform sinnvoll ist, hängt vor allem von Deiner Zielgruppe ab. Für eine regionale Ausbildungsstelle kann ein anderer Kanal funktionieren als für eine spezialisierte IT-Position. Die folgende Tabelle hilft Dir bei der Auswahl – sie ist aber nur eine erste Orientierung, keine Erfolgsgarantie.

KanalFür welche Zielgruppen interessant?So nutzt Du ihn passend
Bundesagentur für ArbeitAktiv suchende Bewerber*innen verschiedener Qualifikationen sowie AusbildungsinteressierteEin möglicher Ausgangspunkt für Lager, Produktion, Handwerk, kaufmännische Stellen oder Ausbildung. Nenne Arbeitsort, Arbeitszeiten und notwendige Qualifikationen konkret.
IndeedAktiv suchende Bewerber*innen über viele Berufsgruppen hinwegPrüfe den Kanal beispielsweise für Verkauf, Kundenservice, Pflege, Logistik oder Büroberufe. Ein geläufiger Jobtitel und genaue Standortangaben helfen, Deine Stelle passenden Suchanfragen zuzuordnen.
LinkedInFach- und Führungskräfte, beispielsweise in Vertrieb, IT, Marketing, HR oder kaufmännischen FunktionenBeschreibe Aufgaben und Verantwortungsumfang präzise. „Sales Manager“ allein verrät noch nicht, ob jemand Bestandskund*innen betreut oder neue Märkte aufbauen soll.
Eigene Karriere-Website und Google for JobsMenschen, die Dein Unternehmen bereits kennen oder gezielt nach einem Beruf und Arbeitsort suchenFür unterschiedliche Berufsgruppen nutzbar. Jede Stelle braucht eine eigene, gut auffindbare Seite. Für Google for Jobs muss zusätzlich die technische Einbindung passen.
Organische Social-Media-BeiträgeMenschen, die Deinem Unternehmen oder Deinen Mitarbeiter*innen bereits folgenPrüfe, wer tatsächlich in Deiner Community vertreten ist. Folgen Deinem Instagram-Profil vor allem Kund*innen, erreichst Du darüber nicht automatisch Deine nächsten Azubis. Zeige die Aufgabe im Arbeitsalltag und verlinke direkt zur Stelle.
MitarbeiterempfehlungenMenschen aus den beruflichen und persönlichen Netzwerken Deiner Mitarbeiter*innenBesonders naheliegend, wenn Deine Mitarbeiter*innen Kontakte zur gesuchten Berufsgruppe haben. Gib ihnen einen konkreten Stellenlink und die wichtigsten Informationen zum Weitergeben.

Der HR monkeys-Schlaumeier-Tipp: Schau auf Deine bisherigen Schaltungen. Über welche Kanäle kamen passende Bewerbungen für ähnliche Stellen? Falls Dir diese Informationen fehlen, frage neue Mitarbeiter*innen, wie sie auf Euch aufmerksam geworden sind. Prüfe anschließend die aktuellen Konditionen: Wie viele Anzeigen kannst Du kostenlos veröffentlichen? Wie lange bleiben sie sichtbar? Gibt es Bewerbungslimits oder kostenpflichtige Zusatzleistungen? Lege bei der gewählten Plattform das erforderliche Arbeitgeberkonto an und wähle die kostenlose Veröffentlichungsoption. Zusätzliche Reichweite kannst Du bei Bedarf später prüfen.

#3 Übertrage die Angaben und teste die Darstellung

Trage Jobtitel, Standort und weitere Angaben vollständig in die vorgesehenen Felder ein. Vor der Veröffentlichung solltest Du außerdem prüfen, ob die Anzeige mobil gut lesbar ist. Viele Kandidat*innen suchen Jobs über das Smartphone. Lange Textblöcke, komplizierte Tabellen oder unübersichtliche Anforderungslisten machen es ihnen unnötig schwer. Kurze Absätze, Zwischenüberschriften und übersichtliche Bullet Points helfen dabei.

#4 Beobachte die Ergebnisse

Nach der Veröffentlichung heißt es: beobachten. Prüfe, wie viele Aufrufe, Klicks und Bewerbungen Deine Anzeige erzielt und ob die Bewerbungen tatsächlich passen. Bleibt die Resonanz aus, solltest Du nicht nur den Kanal hinterfragen, sondern auch Jobtitel, Inhalte und Bewerbungsprozess optimieren. Kostenlos veröffentlichen heißt schließlich nicht, dass Recruiting ohne Arbeit funktioniert.

Sind kostenlose Stellenanzeigen wirklich kostenlos?

Kostenlos heißt bei Stellenanzeigen meistens: Für die reine Veröffentlichung fällt zunächst keine Gebühr an. Trotzdem können im weiteren Recruiting-Prozess Kosten entstehen. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was ein Anbieter unter „kostenlos“ versteht.

Typische Zusatzkosten entstehen zum Beispiel für mehr Reichweite oder bessere Sichtbarkeit. Viele Plattformen bieten kostenlose Basisanzeigen an, ermöglichen gegen Bezahlung aber weitere Platzierungen, längere Laufzeiten oder eine zusätzliche Kandidat*innenansprache. Solche Leistungen solltest Du bewusst auswählen und ihre Konditionen prüfen.

Hinzu kommen indirekte Kosten, die schnell übersehen werden. Dazu gehören etwa der Zeitaufwand für das Erstellen und Optimieren der Anzeige, das Screening der Bewerbungen, Abstimmungen mit dem Fachbereich oder die Pflege der Bewerberkommunikation. Eine Anzeige kann also ohne Mediabudget veröffentlicht werden – der Recruiting-Prozess selbst ist deshalb noch lange nicht kostenlos. 

Wie Du von kostenlosen Stellenanzeigen profitierst

Kostenlose Anzeigen bieten trotzdem klare Vorteile: Du kannst mit wenig Budget starten, Kanäle testen und Deinen bestehenden Recruiting-Mix ergänzen. Ihre Grenzen liegen je nach Anbieter beispielsweise in Laufzeit, Sichtbarkeit oder Funktionsumfang.

Eine Gratisanzeige kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn sie genügend passende Bewerbungen bringt. Bleibt die Resonanz jedoch aus und kostet die Suche vor allem Zeit, kann eine gezielte Investition in zusätzliche Reichweite am Ende sogar effizienter sein. 

Wann reichen kostenlose Stellenanzeigen im Recruiting aus – und wann nicht?

Kostenlose Stellenanzeigen können ausreichen, wenn Deine Zielgruppe über den gewählten Kanal gut erreichbar ist und genügend passende Bewerbungen eingehen. Entscheidend ist die konkrete Stelle. Zwei Beispiele: 

Beispiel 1: Lagerstelle mit planbaren Arbeitszeiten

Du suchst eine Lagerkraft für Deinen Standort. Die Stelle setzt keine seltene Zusatzqualifikation voraus, die Arbeitszeiten sind klar geregelt und Du hast etwas Vorlauf bis zum gewünschten Start. Hier kannst Du zunächst die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit und ein geeignetes kostenloses Plattformangebot nutzen. Ergänzend teilst Du die Stelle über Dein Unternehmensprofil und bittest Deine Mitarbeiter*innen, sie weiterzuempfehlen. Gehen passende Bewerbungen ein, gibt es keinen Grund, allein aus Prinzip zusätzliches Schaltungsbudget auszugeben.

Beispiel 2: IT-Stelle mit spezieller Erfahrung

Du suchst eine Fachkraft mit Erfahrung in einer bestimmten Software und einer Branche, in der nur wenige passende Personen arbeiten. Die Stelle ist seit Wochen offen, über Deine bisherigen Anzeigen kommen kaum geeignete Bewerbungen.

Hier solltest Du prüfen, ob die gesuchten Menschen Deine Anzeige überhaupt sehen. Eine ergänzende Fachjobbörse, gezielte Social-Media-Werbung oder eine direkte Ansprache können sinnvoll sein. 

Kostenlose Stellenanzeige schalten – ja oder nein? Diese Aspekte helfen Dir bei der Entscheidung

  • Zielgruppe: Aktiv suchende Kandidat*innen erreichst Du über Jobbörsen meist leichter als passive Talente.

  • Standort: In Regionen mit großem Bewerbermarkt funktionieren kostenlose Anzeigen oft besser als an schwer zu besetzenden Standorten.

  • Bewerbungsvolumen: Erhältst Du bereits genügend passende Bewerbungen, brauchst Du nicht zwingend zusätzliches Mediabudget.

  • Recruiting-Budget: Kostenlose Anzeigen sind sinnvoll, wenn Du zunächst testen möchtest oder nur begrenzte Mittel zur Verfügung hast.

  • Spezialisierungsgrad: Je spezieller das gesuchte Profil, desto geringer ist die Chance, allein über organische Reichweite genügend passende Personen zu erreichen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: kostenlos oder kostenpflichtig? Sondern: Welche Reichweite und Recruiting-Intensität braucht diese konkrete Stelle, damit genügend passende Bewerbungen entstehen?

Klick da, Bewerbung weg? Prüfe den Bewerbungsweg

Einen ganz wichtigen Punkt wollen wir noch ansprechen. Eine Stellenanzeige kann noch so viel Reichweite erzielen – wenn der Weg zur Bewerbung unnötig kompliziert ist, bringt Dir auch die beste Platzierung herzlich wenig. Die Veröffentlichung einer Stellenanzeige ist deshalb nur der erste Schritt. Entscheidend ist, was danach passiert.

Gerade bei kostenlosen Stellenanzeigen lohnt sich ein genauer Blick auf die Candidate Journey – Sie beschreibt die Touchpoints, die Kandidat*innen vom ersten Kontakt mit einem Arbeitgeber bis zur Einstellung durchlaufen. Für Deine Stellenanzeige ist besonders wichtig, was zwischen dem Klick und der abgeschlossenen Bewerbung passiert.

Kandidat*innen wechseln nach dem Klick häufig von der Jobbörse auf Deine Karrierewebsite oder eine Bewerbungsseite. Dort sollte sofort klar sein, worum es geht, was die Stelle bietet und wie die Bewerbung funktioniert. Lange Ladezeiten, schlecht lesbare Seiten oder komplizierte Formulare können schnell zum Absprung führen.

Besonders wichtig ist auch die Bewerbung auf dem Smartphone, oft Mobile Apply genannt. Wenn Bewerber*innen erst ein Nutzerkonto anlegen oder zahlreiche Pflichtfelder ausfüllen müssen, wird aus „Klingt interessant“ schnell „Mache ich später“. Und später wird bekanntlich gern mal nie. Prüfe deshalb genau, welche Angaben Du im ersten Schritt von einem Talent wirklich brauchst. Je nach Stelle können zunächst Kontaktdaten und wenige relevante Fragen ausreichen. Weitere Informationen lassen sich im nächsten Schritt klären. 

Auswertung: Wie gut funktionieren kostenlose Stellenanzeigen?

Ob auf dem Weg zur Bewerbung etwas hakt, erkennst Du allerdings nicht immer ohne den Blick auf Kennzahlen. Schau deshalb auch darauf, was Interessierte tatsächlich tun: Starten sie eine Bewerbung? Schließen sie diese ab oder steigen sie zwischendurch aus? Aufrufe und Klicks allein verraten Dir das nicht. Diese Beobachtungen helfen Dir, mögliche Schwachstellen einzugrenzen:

BeobachtungWas Du prüfen solltest
Die Anzeige wird kaum gesehen.Kanal, Jobtitel, Standortangaben und Sichtbarkeit
Viele sehen die Anzeige, wenige klicken weiter.Jobtitel und erkennbare Attraktivität des Angebots
Interessierte klicken, starten aber keine Bewerbung.Inhalte der Zielseite und Auffindbarkeit des Bewerbungsbuttons
Bewerbungen werden begonnen, aber nicht abgeschlossen.Pflichtfelder, Dokumentenanforderungen und technische Probleme
Bewerbungen gehen ein, passen aber selten.Zielgruppenansprache und Klarheit der Aufgaben und Anforderungen

Nicht jede Plattform stellt alle diese Daten bereit. Bewerbungsstarts und Abbrüche lassen sich gegebenenfalls über Deine eigene Bewerbungsseite oder Dein Bewerbungssystem auswerten. So findest Du eher heraus, wo es hakt, statt vorschnell den nächsten Kanal zu buchen.

Fazit: Kostenlos schalten ist ein Startpunkt, keine Recruiting-Strategie

Kostenlose Stellenanzeigen sind eine gute Möglichkeit, mit überschaubarem Budget zu starten oder Deinen Recruiting-Mix zu ergänzen. Wenn sie genügend passende Bewerbungen bringen, können sie auch dauerhaft sinnvoll sein. Schau deshalb darauf, wo Deine Zielgruppe unterwegs ist, was Deine Anzeige vermittelt und wie einfach die Bewerbung funktioniert. Reicht das Ergebnis nicht aus, kannst Du gezielt nachbessern oder zusätzliche Kanäle einsetzen. Am Ende zählt nicht, wie günstig die Anzeige war, sondern ob Du die passende Person für Deine Stelle findest. Kostenlos schalten? Unbedingt eine Option. Aber eben nur ein Baustein im Recruiting-Mix. 

FAQs

Kann ich dieselbe Stellenanzeige auf mehreren kostenlosen Plattformen veröffentlichen?

Grundsätzlich kannst Du eine Stelle über mehrere Kanäle verbreiten. Beachte dabei die jeweiligen Veröffentlichungsbedingungen. Halte Angaben zu Aufgaben, Standort, Arbeitszeit und Vergütung konsistent und entferne die Anzeigen, sobald die Stelle besetzt ist. 

Wie lange sollte eine kostenlose Stellenanzeige online bleiben?

Die sinnvolle Laufzeit hängt von Plattform, Position und Bewerbungsaufkommen ab. Beachte zunächst die Laufzeit des jeweiligen Angebots. Kommen trotz ausreichender Sichtbarkeit kaum passende Bewerbungen, solltest Du nicht nur länger warten, sondern Anzeige, Kanal und Bewerbungsprozess überprüfen. 

Was ist der Unterschied zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Stellenanzeigen?

Der wichtigste Unterschied liegt häufig nicht im Inhalt der Stellenanzeige, sondern in Reichweite, Sichtbarkeit und Zusatzfunktionen. Kostenpflichtige Angebote können beispielsweise eine prominentere Platzierung oder zusätzliche Ausspielung ermöglichen. Ob sich das lohnt, hängt von Zielgruppe, Besetzungsdruck und der Zahl der benötigten Bewerbungen ab.

Muss ich eine kostenlose Stellenanzeige regelmäßig neu einstellen?

Nicht automatisch. Prüfe zunächst, ob sie noch aktiv ist und gefunden wird. Eine erneute Veröffentlichung kann je nach Anbieter eingeschränkt sein oder eine kostenpflichtige Schaltung erfordern. Beachte deshalb die Plattformregeln, statt dieselbe Anzeige immer wieder einzustellen. 

Woher weiß ich, über welchen Kanal eine Bewerbung kam?

Nutze die Auswertungen der Plattformen und Deines Bewerbungssystems. Für Verlinkungen auf Deine eigene Bewerbungsseite können gekennzeichnete Links helfen, die Herkunft der Besuche zu unterscheiden. Alternativ kannst Du Bewerber*innen fragen, wie sie auf die Stelle aufmerksam geworden sind. Die Angabe ist allerdings nicht immer eindeutig: Manche haben Dein Unternehmen bereits über mehrere Kanäle kennengelernt.

Eignen sich kostenlose Stellenanzeigen für kleine Unternehmen?

Kostenlose Stellenanzeigen können gerade für kleinere Unternehmen interessant sein, weil sich Recruiting-Kanäle ohne hohe Einstiegskosten testen lassen. Entscheidend ist jedoch, ob die jeweilige Plattform die gesuchte Zielgruppe erreicht. Bei schwer zu besetzenden Positionen kann zusätzliche Reichweite über Social Recruiting oder andere Performance-Kanäle erforderlich werden.

Warum bekommt eine kostenlose Stellenanzeige keine Bewerbungen?

Fehlende Bewerbungen können unterschiedliche Ursachen haben: zu geringe Reichweite, ein unklarer Jobtitel, unattraktive Konditionen, eine ungeeignete Plattform oder ein komplizierter Bewerbungsprozess. Deshalb sollte nicht nur die Zahl der Aufrufe betrachtet werden. Auch Klickrate, Bewerbungsstarts, abgeschlossene Bewerbungen und Abbrüche liefern wichtige Hinweise auf Optimierungspotenzial.

Wie lange sollte eine kostenlose Stellenanzeige online bleiben?

Die sinnvolle Laufzeit hängt von Plattform, Position und Bewerbungsaufkommen ab. Wichtiger als eine pauschale Anzahl von Tagen ist die Entwicklung der Ergebnisse. Kommen trotz ausreichender Sichtbarkeit kaum passende Bewerbungen, sollte nicht nur länger gewartet werden. Dann sind Stellenanzeige, Kanal, Zielgruppenansprache und Bewerbungsprozess systematisch zu überprüfen.

Können kostenlose Stellenanzeigen für High Volume Recruiting genutzt werden?

Sie können Teil des Kanalmixes sein, reichen bei hohem und kontinuierlichem Personalbedarf jedoch häufig nicht allein aus. High Volume Recruiting erfordert planbare Bewerbungsvolumina, schnelle Prozesse und möglichst wenig Reibung zwischen Werbekontakt und Bewerbung. Dafür werden kostenlose Jobbörsen häufig mit datengetriebenen Kampagnen, Automatisierung und mobilen Bewerbungswegen kombiniert.

Welche Kennzahlen sollte man bei kostenlosen Stellenanzeigen messen?

Sinnvolle Kennzahlen sind unter anderem Impressionen, Klicks, Bewerbungsstarts, abgeschlossene Bewerbungen und die Zahl qualifizierter Kandidat*innen. Daraus lassen sich beispielsweise Click-through- und Conversion-Raten ableiten. So wird sichtbar, ob das Problem bei der Reichweite, der Stellenanzeige oder im Bewerbungsprozess liegt – statt den Recruiting-Erfolg allein an den Veröffentlichungskosten zu messen.

Was bringt Mobile Apply bei Stellenanzeigen?

Mobile Apply reduziert Hürden für Kandidat*innen, die eine Stellenanzeige auf dem Smartphone entdecken. Statt langer Formulare oder zwingender Dokumenten-Uploads ermöglicht ein mobil optimierter Prozess eine schnelle Bewerbung. Das ist besonders relevant, wenn Traffic über Social Recruiting oder mobile Jobbörsen entsteht und möglichst wenige Interessierte zwischen Klick und abgeschlossener Bewerbung verloren gehen.

Bildquelle: Bild von freepik
Bildquelle: KI-generiert

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

ein mann gibt einer frau die hand

Generation X: Was Arbeitgeber wissen sollten

Niclas wie er vor einem Laptop sitzt und konzentriert hinein guckt

Wie die Generation Y die Arbeitswelt revolutioniert – und was Du davon lernen kannst!

statue po

Generation Z – Arbeitsmoral für den A***?!

Vanessa Kammler

Vanessa Kammler studierte Germanistik und Journalistik. Seit vielen Jahren schreibt sie als Content Expertin über Trends, Strategien und praktische Tipps, die Arbeitgeber im Wettbewerb um Talente unterstützen. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Employer Branding und Personalgewinnung. Dabei verbindet sie ihre langjährige redaktionelle Erfahrung gern mit Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien. Seit einiger Zeit beschäftigt sie sich außerdem intensiv mit den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz und ihrer Bedeutung für Recruiting, Kommunikation und Arbeitswelt.

Du kannst es gar nicht abwarten? Dann ruf‘ uns direkt an oder schreib‘ eine E-Mail!

kostenlose stellenanzeigen schalten KI-generiert

Unsere Top-Lösungen für kostenlose Stellenanzeigen!