Eine Person mit lockigem, blondem Haar und brauner Schultertasche blickt durch eine große Glasfront in ein modernes Großraumbüro. Im hellen Büro arbeiten und unterhalten sich mehrere Teams an Schreibtischen in einer offenen, freundlichen Atmosphäre. Pflanzen, große Fenster und industrielle Decken mit sichtbaren Lüftungsrohren schaffen eine moderne und einladende Arbeitsumgebung.

Unternehmenskultur: Die GenZ macht den Arbeitgeber-Vibe-Check

Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Viele Fachkräfte können heute oft wählen, für welches Unternehmen sie arbeiten möchten. Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen mit längeren Besetzungszeiten. Hier gewinnt ein Thema zunehmend an Bedeutung: die Unternehmenskultur. Sie entscheidet häufig darüber, ob sich Talente überhaupt bewerben und ob neue Mitarbeitende langfristig bleiben. Wie kannst Du Einfluss darauf nehmen? Genau darum geht es in diesem Artikel.
People & Culture
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Inhalt

Definition: Was bedeutet Unternehmenskultur?

Unternehmenskultur beschreibt die gemeinsamen Werte und Verhaltensweisen eines Unternehmens. Also quasi die Persönlichkeit eines Unternehmens. Sie beeinflusst, wie Menschen miteinander arbeiten, kommunizieren und Entscheidungen treffen.

Viele verwechseln sie oft mit Benefits oder moderne Büros. Dabei geht sie deutlich tiefer. Sie zeigt sich vor allem darin, wie Führungskräfte handeln und wie Mitarbeitende im Alltag miteinander umgehen.

Für Bewerber*innen wird die Unternehmenskultur immer wichtiger. Viele Kandidat*innen informieren sich bereits vor einer Bewerbung über Arbeitgeberbewertungen oder Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden. Gerade die junge Generation analysiert auch gerne mal die Social-Media-Kanäle. Sie möchten wissen, wie es sich tatsächlich anfühlt, im Unternehmen zu arbeiten.

Wozu trägt die Unternehmenskultur bei?

Die Unternehmenskultur beeinflusst nahezu alle Bereiche eines Unternehmens. Eine starke Kultur kann die Mitarbeiterbindung erhöhen, die Motivation fördern, Innovationen begünstigen, die Zusammenarbeit verbessern, Fluktuation reduzieren und die Arbeitgeberattraktivität steigern.

Gerade im Recruiting spielt sie eine zentrale Rolle. Wie bereits erwähnt, informieren sich Kandidat*innen oft vorab über die Kultur in einem Unternehmen und entscheiden sich für das Unternehmen, dessen Werte am besten zu den eigenen Vorstellungen passt.

Wenn Du also eine überzeugende Unternehmenskultur hast und diese auch nach außen sichtbar machst, verbesserst Du häufig auch die Qualität der Bewerbungen und verkürzt langfristig die Time-to-Hire.

Gute Unternehmenskultur: Was zeichnet sie aus?

Eine gute Unternehmenskultur schafft Orientierung, Vertrauen und Zusammenhalt. Mitarbeitende wissen, wofür das Unternehmen steht und welchen Beitrag sie leisten.

Besonders erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich häufig durch folgende Merkmale aus:

Toxische Unternehmenskultur: Wenn Kultur zum Problem wird

Wer über eine starke Unternehmenskultur spricht, sollte auch die Schattenseite kennen. Denn eine toxische Unternehmenskultur bleibt selten ohne Folgen: Sie erschwert die Gewinnung neuer Talente und kann das Arbeitgeberimage nachhaltig beschädigen.

Die Folgen reichen von hoher Fluktuation über sinkende Produktivität bis hin zu negativen Arbeitgeberbewertungen auf Plattformen wie Kununu.

Für Recruiter*innen werden solche Probleme oft besonders sichtbar: Stellen bleiben länger unbesetzt, Bewerber*innen springen im Prozess ab oder neue Mitarbeitende kündigen bereits in der Probezeit.

Checkliste für Anzeichen einer toxischen Unternehmenskultur

Damit Du frühzeitig gegensteuern kannst, haben wir die wichtigsten Warnsignale in einer kompakten Checkliste zusammengefasst. Je mehr dieser Anzeichen in Deinem Unternehmen auftreten, desto genauer solltest Du hinschauen. Folgende Warnsignale solltest Du ernst nehmen:

Einflussfaktoren auf die Unternehmenskultur

Dein Führungsstil und die Erfahrungen Deiner Mitarbeitenden prägen die Kultur maßgeblich. Führungskräfte, die Werte vorleben, und positive Mitarbeitererfahrungen tragen zu einer starken Unternehmenskultur in Deinem Unternehmen bei.

Externe Faktoren:

Marktbedingungen, gesellschaftliche Trends und technologische Entwicklungen beeinflussen die Unternehmenskultur ebenfalls. Als Unternehmen solltest Du flexibel auf diese Faktoren und den stetigen Wandel reagieren – so garantierst Du eine zukunftsfähige Kultur.

Werte und Normen:

Geteilte Werte wie Ehrlichkeit und Offenheit sind das Rückgrat Deiner Unternehmenskultur und schaffen Orientierung für alle Mitarbeitenden. Diese Werte definieren, was im Unternehmen als richtig und wichtig angesehen wird. Werden Sie gelebt, fördern sie ein einheitliches Miteinander, das Vertrauen und Zugehörigkeit stärkt. Lebe Sie vor, fungiere als Vorbild. Deine Mitarbeiter werden es Dir gleich tun.

Kommunikation:

Die Art und Weise, wie bei Dir im Unternehmen kommuniziert wird, beeinflusst das Vertrauen und die Zusammenarbeit. Eine offene und transparente Kommunikation stärkt die Bindung und das Engagement Deines Teams – schließlich gilt: Offenheit ist der Schlüssel zum Vertrauen.

Modelle der Unternehmenskultur

Um das Thema Unternehmenskultur besser zu verstehen, wurden verschiedene Modelle entwickelt. Sie helfen dabei, Kultur sichtbar und analysierbar zu machen.

Das Eisbergmodell und die Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur ist, wie wir bis jetzt festgestellt haben, eine vielschichtige Angelegenheit. Eine gute Methode, das zu verdeutlichen, ist das Eisbergmodell. Edward T. Hall nutzt dieses, um die Unternehmenskultur als Eisberg darzustellen. Das Modell zeigt, dass die Kultur weit mehr umfasst als das, was Du an der Oberfläche siehst.

Die Spitze des Eisbergs stellt die sichtbaren Elemente einer Organisationskultur da, wie den Kommunikationsstil oder die Arbeitsumgebung. Doch darunter liegen die tiefergehenden Werte, Normen und ungeschriebenen Regeln, die den Kern der Kultur ausmachen.

Diese unsichtbaren Elemente bestimmen, wie in Deinem Unternehmen wirklich gedacht und gehandelt wird, und prägen das „Gefühl“, das Deine Mitarbeitenden und potenzielle Bewerber*innen für das Unternehmen entwickeln. 

Infografik zum Eisbergmodell der Unternehmenskultur. Ein stilisierter grüner Eisberg ragt teilweise über die Wasseroberfläche. Oberhalb der Wasserlinie steht „Das, was man sieht“ mit den Beispielen Kommunikationsstil, Arbeitsumgebung und Verhaltensweisen. Unterhalb der Wasserlinie steht „Das, was wirklich zählt“ mit den Punkten Werte und Überzeugungen, Normen und Erwartungen, ungeschriebene Gesetze sowie Grundannahmen. Die Überschrift lautet: „Das Eisbergmodell & die Unternehmenskultur“. Die Grafik verdeutlicht, dass die sichtbaren Aspekte einer Unternehmenskultur nur einen kleinen Teil ausmachen, während die prägenden Faktoren unter der Oberfläche liegen.

Das Modell von Edgar Schein und die Unternehmenskultur

Der Organisationspsychologe Edgar Schein beschreibt Unternehmenskultur auf drei Ebenen:

  1. Artefakte – sichtbare Merkmale und Verhaltensweisen
  2. Bekundete Werte – offiziell kommunizierte Prinzipien
  3. Grundannahmen – tief verankerte Überzeugungen

Für Dich als Arbeitgeber ist dieses Modell besonders hilfreich, da es zeigt, warum Hochglanz-Karriereseiten allein nicht ausreichen. Bewerber*innen erleben spätestens im Recruiting-Prozess, ob kommunizierte Werte tatsächlich gelebt werden.

Wie zeigt sich Unternehmenskultur im Alltag?

So viel zur Theorie – doch wie wird die Unternehmenskultur im Arbeitsalltag wirklich sichtbar? Du kannst die Unternehmenskultur oft im täglichen Miteinander und den vielen kleinen Momenten betrachten. Sie zeigt sich in der Art und Weise, wie Du mit Deinen Kolleg*innen kommunizierst, wie Du die Teamarbeit gestaltest und wie Du Wertschätzung ausdrückst. Diese Alltagsaspekte tragen wesentlich dazu bei, wie wohl und motiviert sich dein Team bei der Arbeit fühlt. Dabei stechen diese drei Bereiche besonders ins Auge:

  1. Kommunikation und Teamarbeit:
    Wie offen und unterstützend kommuniziert Dein Team miteinander? Das prägt die Zusammenarbeit entscheidend.
  2. Wertschätzung und Work-Life-Balance:
    Wie respektvoll ist Dein Umgang und die Balance zwischen Arbeit und Privatleben? Das zeigt wie sehr Mitarbeitende geschätzt werden.
  3. Bürokultur und Feierlichkeiten:
    Wie sind die Büroräume gestaltet, und wie viel Wert wird auf Teamevents gelegt? Das spiegelt ebenfalls die gelebte Unternehmenskultur wider. 

Wie Bewerber*innen sich über Unternehmen informieren

Wir halten fest: Es ist gut, eine starke Unternehmenskultur zu haben – aber im Recruiting bringt Dir das wenig, wenn Du diese Kultur nicht gezielt an Talente kommunizierst oder sie ihnen direkt in Videos zeigst.

Schließlich wollen Kandidat*innen die entscheidenden Informationen finden, die ihre Wahl beeinflussen. Doch wo genau suchen sie nach diesen Einblicken? Hier sind die wichtigsten Kanäle, über die sich die meisten über die Unternehmenskultur informieren:

  • Unternehmenswebsite:
    Die Karriere- und „Über uns“-Seiten bieten Einblicke in die Werte, Mission und das Arbeitsumfeld des Unternehmens.
  • Bewertungsportale wie Kununu oder Glassdoor:
    Hier teilen aktuelle und ehemalige Mitarbeitende ihre Erfahrungen. Diese Plattformen sind für Talente besonders wertvoll, da sie authentische Einblicke bieten.
  • Karriereevents und Messen:
    Veranstaltungen wie Karrieremessen oder Online-Sessions geben Kandidat*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen.
  • Social-Media-Kanäle:
    Auf Plattformen wie LinkedIn, Instagram und Facebook lässt sich gut zeigen, wie der Arbeitsalltag aussieht. TikTok wird ebenfalls zunehmend genutzt, um die Unternehmenskultur mit einem „Behind-the-Scenes“-Ansatz zu zeigen. TikTok wird allerdings oft unterschätzt – völlig zu Unrecht! Die Videoplattform ist ein wertvoller Kanal für das Employer Branding, denn mit ihrer enormen Reichweite und den kurzen, kreativen Clips spricht sie vielfältige Zielgruppen an. 

Kleiner Tipp: 

Nutze die Plattformen aktiv, um mit anderen Usern zu interagieren. Schau Dir die Kommentare unter Videos an, in denen über Arbeitgeber gesprochen wird, und präsentiere Dein Unternehmen und Deine Unternehmenskultur direkt dort, wo sich Deine Zielgruppe aufhält. So wirst Du als Arbeitgeber wahrgenommen, noch bevor jemand überhaupt auf Jobbörsen schaut.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Eine Nutzerin fragt offen:
„Wen könnt Ihr als Arbeitgeber empfehlen und wen nicht?“ – schon über 4000 Leute haben kommentiert und tauschen sich offen aus. Nutzer*innen formulieren Kommentare wie: „Agentur für Arbeit, echt guter Arbeitgeber 🙏🏼“ oder „Kann DB sooo empfehlen, bin selbst dort 🫶🏼.“

Selbst bekannte Unternehmen wie Rossmann haben den Beitrag für sich genutzt und direkt einen Kommentar hinterlassen. Darauf haben ganze 155 Nutzer*innen geantwortet – scheint wohl zu funktionieren! Es findet also ein aktiver Austausch statt. Als Arbeitgeber kannst Du diesen Austausch gezielt nutzen, um auf Dich aufmerksam zu machen. Dabei förderst Du nicht nur den direkten Dialog, sondern lenkst auch die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen auf Deine Unternehmensseite, wo sie Einblicke in Deine Unternehmenskultur erhalten! Super, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Wo steht Dein Unternehmen in Sachen Unternehmenskultur?

Nimm Deine eigene Unternehmenskultur unter die Lupe. Du willst auch solche Erfolge im Recruiting? Dann wird es Zeit, genau hinzuschauen – vor allem, wenn Du neue Bewerber*innen anziehen möchtest, die genau zu Deinem Unternehmen passen und langfristig bleiben sollen. Dann ist es ratsam, Deine Unternehmenskultur unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls anzupassen, wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. Danach kannst Du umso besser im Recruiting darüber reden.

Wie das geht? Hier findest Du eine praktische Checkliste:

  • Unternehmenskultur analysieren:
    Beginne mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Welche Werte prägen Dein Unternehmen wirklich, und wie werden sie gelebt? Setze Mitarbeiterbefragungen oder Workshops ein, um ein authentisches Bild der aktuellen Kultur zu erhalten.
  • Unternehmenskultur messen:
    Nutze geeignete Methoden wie Mitarbeiterbefragungen, Kultur-Assessments und Feedback-Tools. So erfährst Du, wie die Kultur tatsächlich wahrgenommen wird und welche Bereiche Potenzial zur Verbesserung haben.
  • Die Rolle von HR:
    Setze auf Dein HR-Team als Schlüsselakteur. HR ist das Bindeglied, das Mitarbeiterinteressen und Führungskräfteperspektiven zusammenführt und die Kulturentwicklung aktiv mitgestalten kann.
  • Rahmenbedingungen anpassen:
    Überprüfe, ob Arbeitsbedingungen und Strukturen die gewünschte Unternehmenskultur fördern. Themen wie Flexibilität, Transparenz und Teamstrukturen spielen eine zentrale Rolle und sollten mit den Kulturzielen im Einklang stehen.
  • Unternehmenskultur verändern:
    Entwickle Strategien, um die gewünschte Kultur gezielt zu fördern. Von Workshops über regelmäßige Feedback-Runden bis hin zu Führungskräftetraining – es gibt zahlreiche Ansätze, die Kultur Schritt für Schritt zu verbessern. 

Erste und schnelle Schritte, um Deine Unternehmenskultur zu ändern

Eine Unternehmenskultur verändert sich nicht über Nacht. Dennoch gibt es Maßnahmen, die schnell Wirkung zeigen können.

Zuhören statt vermuten

Sprich regelmäßig mit Mitarbeitenden. Oft werden Probleme bereits sichtbar, bevor sie in Kennzahlen auftauchen.

Führungskräfte einbinden

Kulturveränderung beginnt bei den Menschen mit Vorbildfunktion. Ohne sie bleiben viele Initiativen wirkungslos.

Feedback fördern

Schaffe sichere Räume für ehrliches Feedback und zeige, dass Rückmeldungen ernst genommen werden.

Recruiting als Kulturhebel nutzen

Achte nicht nur auf fachliche Qualifikationen, sondern auch auf Werte, Motivation und kulturelle Passung. Gleichzeitig sollte Diversität gefördert werden, damit keine homogenen Denkstrukturen entstehen.

Kleine Veränderungen sichtbar machen

Erfolge motivieren. Kommuniziere Fortschritte transparent und zeige Mitarbeitenden, dass sich ihr Feedback auszahlt.

Aktuelle Trends in der Mitarbeiterkultur

Bei all den Einblicken und Tipps rund um die Unternehmenskultur solltest Du eines nicht vergessen: Unternehmenskultur ist kein statisches Konstrukt. Die Erwartungen von Mitarbeitenden verändern sich kontinuierlich und damit auch die Anforderungen an Unternehmen und Führungskräfte.

Was heute als attraktives Arbeitsumfeld gilt, kann in wenigen Jahren bereits überholt sein. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig den Austausch mit Deinen Mitarbeitenden zu suchen, Feedback ernst zu nehmen und aktuelle Entwicklungen im Blick zu behalten. Verfolge Fachartikel, Studien und Diskussionen in sozialen Netzwerken, um frühzeitig zu erkennen, welche Themen Beschäftigte bewegen.

Wer offen für Veränderungen bleibt und seine Unternehmenskultur kontinuierlich weiterentwickelt, schafft die Grundlage für zufriedene Mitarbeitende, eine starke Arbeitgebermarke und langfristigen Recruiting-Erfolg. Denn Kultur ist kein Ziel, das irgendwann erreicht ist – sie ist ein fortlaufender Prozess.

Aktuelle Trends sind:

Flexible Arbeitsmodelle

Hybrides Arbeiten und flexible Arbeitszeiten sind für viele Beschäftigte inzwischen selbstverständlich geworden.

Purpose und Sinnorientierung

Insbesondere jüngere Generationen möchten verstehen, welchen Beitrag ihre Arbeit leistet.

Employee Wellbeing

Mentale Gesundheit, Resilienz und Work-Life-Balance rücken stärker in den Fokus.

Diversity, Equity & Inclusion

Vielfalt wird zunehmend als Wettbewerbsvorteil betrachtet und aktiv gefördert.

Kontinuierliches Feedback

Jährliche Mitarbeitergespräche werden vielerorts durch regelmäßige Feedbackformate ergänzt.

Diese Entwicklungen wirken sich direkt auf Recruiting und Employer Branding aus.

FAQ: Häufige Fragen zur Unternehmenskultur

Wer ist für die Unternehmenskultur verantwortlich?

Die Verantwortung liegt nicht allein bei der Personalabteilung. Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeitende prägen die Unternehmenskultur gemeinsam. HR übernimmt dabei häufig die Rolle des Impulsgebers und begleitet Kulturentwicklungsprozesse.

Welche Rolle spielt Unternehmenskultur im Employer Branding?

Die Unternehmenskultur bildet die Grundlage einer glaubwürdigen Arbeitgebermarke. Employer Branding kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn die kommunizierten Werte tatsächlich im Unternehmensalltag gelebt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenskultur und Betriebsklima?

Das Betriebsklima beschreibt die aktuelle Stimmung innerhalb eines Unternehmens. Die Unternehmenskultur geht deutlich tiefer und umfasst die langfristig geprägten Werte, Überzeugungen und Verhaltensweisen, die das Unternehmen ausmachen.

Welche Rolle spielt Unternehmenskultur für die Generation Z?

Für viele Angehörige der Generation Z sind Faktoren wie Sinnhaftigkeit, Transparenz, Diversität, flexible Arbeitsmodelle und eine offene Feedbackkultur besonders wichtig. Die Unternehmenskultur hat daher oft einen großen Einfluss auf die Arbeitgeberwahl.

Kann eine Unternehmenskultur ein Wettbewerbsvorteil sein?

Ja. Eine starke Unternehmenskultur kann Unternehmen dabei helfen, Fachkräfte zu gewinnen, Mitarbeitende langfristig zu binden und sich von Wettbewerbern abzuheben. Gerade in angespannten Arbeitsmärkten wird sie zunehmend zu einem strategischen Erfolgsfaktor.

Wie oft sollte die Unternehmenskultur überprüft werden?

Viele Unternehmen führen mindestens einmal jährlich Mitarbeiterbefragungen oder Kulturanalysen durch. Ergänzend können regelmäßige Pulse-Checks, Feedbackgespräche und Exit-Interviews helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

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Charlene Thomas

Charlene Thomas hat Media Management studiert und dabei ihre Leidenschaft für Marketing weiter vertieft. Besonders begeistert sie sich für Content und Social Media sowie die Frage, wie sich diese gezielt im Marketing einsetzen lassen. Aktuelle Trends und Entwicklungen in der digitalen Welt hat sie dabei immer im Blick. Heute schreibt sie unter anderem über Themen rund um Personalmarketing und bringt ihre Expertise gezielt ein – vor allem, wenn es um Social Recruiting und die Gewinnung von Nachwuchskräften geht.

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